Archiv für ‘Netzfundstücke’
Retrospektive vs. Erkenntnis des Stillstands
Ich habe ja hier in diesem diesem Blog auf der rechten Seite eine Sektion welche sich da nennt “Retrospektive”. Dort finden sich, so jeweils vorhanden, verlinkt/wiedergekaut die Veröffentlichungen von vor genau einem Jahr. Das habe ich zum einen dort um einen gewissen “frischen” Inhalt zu präsentieren wenn hier aktuell mal nix neues gepostet wird. Zum anderen finde ich es für mich ganz persönlich spannend immer mal wieder ein Jahr zurück zu schauen, um zu reflektieren was mich 365 Tage vorher so bewegt hat.
Heute sehe ich dort ein Video von Georg Schramm, in welchem er über die Situation in Afghanistan und die gefallenen Soldaten und Soldatinnen ebenda referiert.
Ein ganzes Jahr später stelle ich fest dass zwar die dort erwähnten Umstände andere geworden sind (der zu Guttenberg ist weg vom Fenster, und die Käßmann ist auch kein Thema mehr), aber der Mann im Kern immer noch Recht hat. Thema Berufsarmee, der Tod als resultierendes Risiko des gewählten Berufes (sogenannte “Weichzielverluste”), nicht erkennbar sterbenswerter Sinn des Ganzen, sowie die nicht vorgesehene Kultur des Scheiterns.
Vielleicht ist ein Jahr auch zu wenig. Also noch mal 365 Tage warten und dann schauen …
Skin Diary im Uniwerk
Vom Skin Diary Auftritt im Uniwerk letzten Sonnabend habe ich leider nur sporadisch mitbekommen. Grad die letzte Zugabe konnte ich mir komplett reinziehen. Aber die Musik, mit dem griffigen Slogan “experimenteller Power Pop” überschrieben, ging vom Ohr direkt ins Tanzbein. Die diesmal zahlreichen Gäste haben ordentlich abgerockt.
Hier kann man sich ein komplettes Unplugged Album von Skin Diary kostenlos runterladen.
Und hier das reguläre Album zum anhören (und später kaufen, wer will). Anspieltipp ist die Nummer 5!
Fragezeichen…
… umkreisten mich eben als ich über diese Donezker Straßenaufnahme vom russischen Kartendienstleister yandex stolperte.
Wehrmachtssoldaten im O-Ton
Meyer: “Aber immer gegen Soldaten?”
Pohl: “Auch Leute. Wir haben in den Straßen die Kolonnen angegriffen. Ich saß in der Kette. Die Maschine wackelt, hintereinander, und jetzt ging es in der Linkskurve los, mit allen MGs und was du da machen konntest. Da haben wir Pferde herumfliegen sehen.”
Meyer: “Pfui Teufel, das mit den Pferden … nee!”
Pohl: “Die Pferde taten mir leid, die Menschen gar nicht. Aber die Pferde taten mir leid bis zum letzten Tag.”
einestages, das Portal zur Zeitgeschichte auf Spiegel Online, veröffentlicht Auszüge aus dem kommende Woche erscheinenden Buch “Soldaten”. Dort wurden Abhörprotokolle aus britischen und amerikanischen Archiven ausgewertet, die von Angehörigen der Wehrmacht und Waffen-SS in speziellen Abhörlagern angefertigt wurden.
einestages: “Wupps, so ringehalten. Das macht Spaß!” (oben die Bilder durchklickern)
Also wenn man mal drüber nachdenkt …
… waaarum nicht, nichar.

Ein Fundstück aus dem kollaborativen SchilderBilder Blog, wo ich auch gelegentlich mal was ablade. Frech geklaut von punpunpun. Ich hoffe mal das geht in Ordnung ;-]
Wenn die Nacht am tiefsten
Ich erwach und der Tag überfällt mich kalt und grau,
ich schau aus dem Fenster und ich weiß nicht mehr genau.
Ein Gefühl seltsam flau sagt mir “Du hast die Schnauze voll”,
und dann bin ich still und weiß nicht, ob ich weitermachen soll.
Dann seh’n ich mich nach Frieden wie das letzte Hippieschwein,
und möcht mit dir allein auf einer schönen Insel sein.
Ich denk’s mir nur und gehe lustlos auf die Straße,
häßlich dumme Fratzen, Blicke spitz das ich’s nicht fasse.
Zieh’n an mir vorbei und mit ihnen dieser nasse, blasse
Dunst der Ignoranz den ich so hasse.
“Kämpferische Klasse” denk ich, ha, das war einmal,
zu wenig an der Zahl sind im Ansatz radikal.
Die Masse geht malochen und macht Kreuzchen bei der Wahl.
Ich weiß das erst der Hunger zum begreifen zwingt,
ich weiß auch eins, wer Scheiße frisst der stinkt.
Doch genau dieser Gestank ist manchmal unerträglich,
unsäglich deprimierend steigt er mir ins Gehirn.
Versucht mich zu verwirren, verdammt ich komm ins Wanken,
plötzlich pralln meine Gedanken schon nach kurzer Zeit
unerwartet auf die Schranken meiner Unzufriedenheit.Und das zerrt an meinen Kräften und das zieht mich wie Blei auf den Grund wo sie mich haben wollen, doch das geht vorbei
Wie im Flug zieht im Zug die Zeit an mir vorbei.
Und ich beobachte ‘n paar abgezockte Arschlöcher dabei,
wie sie lustvoll arrogant ‘n armes Schwein fertigmachen.
Dumpfe Stärke dummer Narren lebt vom stummen Schrei der Schwachen.
Jeder kriecht hier sein Einzelposerweg,
spielt Minigangsterboss vor der lokalen Spielothek.
Handy in der Hand und tolles Chiemsee Jäckchen an,
üble Posersprüche “Hast du Probleme, lan?”
Probleme werd ich kriegen wenn das weiter so geschmiert
läuft für die Faschisten, doch dann seid ihr schon interniert.
Keiner hier kapiert, daß so’n Scheißverhalten
lediglich dazu führt, daß wir uns weiter spalten.
Ich piss auf euer Goldkettchen und eure teuren Wagen,
eure Dealer- und Zuhälterei, ich kann euch nur eins sagen:
Man will uns an den Kragen und gestellt sind schon die Weichen,
der Mob sitzt in den Startlöchern und wartet auf ein Zeichen.
Und der Start beginnt mit Leichen, macht euch keine Illusion,
schon ‘ne kleine Vibration kann zur Eskalation führ’n.
Und die Führer lassen dann nicht auf sich warten,
und deshalb hab ich Angst, denn ich gehör’ nicht zu den HartenUnd das zerrt an meinen Kräften und das zieht mich wie Blei auf den Grund wo sie mich haben wollen, doch das geht vorbei
Dieser Pfaffe hatte recht, die holen uns getrennt,
damit jeder den Protest für die Anderen verpennt.
Die Anderen nicht kennt und sich in Sicherheit wähnt.
Doch wenn der Sumpfnebel sich hebt ist bloß der Abgrund da der gähnt,
der uns lähmt, der uns zähmt, der uns diszipliniert.
Der die Stummen integriert und die Anderen interniert.
Und das passiert, ich spüre wie es friert um mich herum.
Hypnotisiert starrt die Masse ohne Klasse, wie dumm
treiben die Gedanken derer, die verdummt werden,
um inzinierte Täuschungen, und so trotten die Herden,
den Zischlern hinterher. Der kleine Mann, die kleine Frau
sucht sich für den Racheakt die nächste arme Sau.
Die herrschenden Ideen, sind sie nützlich? Wenn ja, wem?
Meist denen die hier herrschen, im herrschenden System.
Ist ein Problem ein Problem, frag wem ist es genehm,
wenn sich Kunze und Korkmaz als Konkurrenten sehn.
Verdummung verpflichtet, bestimmt das Wohlergehen,
Gewohnheitseffekt wie wohldosiertes Arsen.
Wenn sich die Hungerbäuche bläh’n blubbert die Moralmaschine,
murre nicht und stehle nicht, doch deinem Volke diene!Und das zerrt an meinen Kräften und das zieht mich wie Blei auf den Grund wo sie mich haben wollen, doch das geht vorbei
If you meet Jesus in your dreams…
Sehr gut, und verschiedenste Stilrichtungen abdeckend, setzt dieser Cartoon eine echte Email eines japanischen Cartoonzeicners um, der an seine amerikanischen Kollegen schreibt. Trotz des schwierigen Themas unterhaltsam und witzig. Darum: LESEN!!!
via Nerdcore
Nucular Boy hat die Hosen voll
Bizarres Video aus Japan wo kindgerecht (?) erklärt wird was in Fukushima abgeht. Die Kacke ist am dampfen :-]
via fefe
Dresden Ischen – Sou geil v2
Zufallsfund. Netter Elektrotrack mit verwursteten Audiokommentaren aus diesem Video vom Nürnberger Ei anlässlich der diesjährigen Aktivitäten in Dresden um die Nazi Demos im Februar.
Umshini Wam
Ein handwerklich gut gemachter Kurzfilm mit Yo-landi und Ninja von Die Antwoord gibt es hier zu sehen. Erzählt wird die Geschichte von zwei Rollstuhlgangstern auf dem Weg in die Verdammnis (oder auch nicht, denn Gott ist ein netter Kerl).
Sehenswert!



