Archiv für ‘Musikalisches’

The town is a flame…

Es gibt so Bands, die begleiten einen über Jahre (beinah Jahrzehnte). Egal, wann man sich entschließt, mal wieder ein Album anzuhören, es passt. Texte, die sich so zeitlos an die Phasen anpassen, die im Leben so durchlaufen werden.

Für mich ist diese Band „Mother Tongue“, auf die ich im Jahre 2001 zum Erscheinen des Albums „Streetlight“ aufmerksam geworden bin, nachdem ich auf dem, damals noch existierenden Sender Viva2, ein Video der Band sah. Das Erste und Letzte, dass jemals den Weg ins Fernsehen fand.

Die Offenheit und Authentizität der Gruppe hat mich damals schon beeindruckt. Wie man als Band so krasse Hochs und Tiefs durchlaufen kann und trotzdem weitermacht, aus reiner Liebe zur Musik und Dankbarkeit den Fans gegenüber, die sie nie im Stich ließen, auch in den Jahren, als die Band gar nicht existierte, ist einfach bemerkenswert. Wen die ganze Geschichte interessiert, kann sie hier nachlesen.

Alle paar Jahre schaffen sie es, sich aus ihrem Arbeitsalltag zu lösen und mal auf Tour zu gehen. Dass sie dafür erst aus dem fernen Los Angeles nach Deutschland kommen müssen, ist mir mehr als unklar. Während sie in den Staaten weitestgehend unbekannt sind, konnten sie sich in Deutschland eine sehr treue Fanbase erspielen. Kein Wunder, denk ich mir. Die Konzerte sind einfach die überwältigendsten und erfüllendsten musikalischen Live-Erlebnisse, die ich jemals erleben durfte.

So, auch letzten Dienstag in der Leipziger Moritzbastei.

Wieviel Charisma und Leidenschaft da an den Tag gelegt wird, ist mit keiner Skala zu messen. Ich kann nur jedem empfehlen, mal ein Konzert von ihnen zu besuchen.

Geschrieben von noNsense

am 6. September 2010

1 Kommentar

Veröffentlicht in Musikalisches

Linkwurst #14

Link der Stunde: “Dude, its changing colors …”

Mehr wie gehabt nach den klick auf weiterlesen. weiterlesen »

Geschrieben von mortek

am 27. August 2010

The Breeders – Cannonball

Ein Bericht über meinen gestrigen Ausfluges nach Chemnitz wird bestimmt noch folgen. Aber weil ich grad keine Lust habe auf schlechte Laune hier ein Musikvideo aus besseren Zeiten:

Geschrieben von mortek

am 15. August 2010

Mixtapes

Ich bin bei Nerdcore auf ein feines Mixtape gestoßen. Der Abschiedsmix zur 100sten (und wohl letzten) Sendung von Drumkick Radio packt 100 Lieder (die ich mal diffus dem HipHop zurechnen möchte) in nur 57 Minuten. Rockt ordentlich und macht Spaß zu hören. Die Tracklist gibt es hier, den Download (123MB) hier.

Auf der Seite des Drumkick Radio gibt es noch mehr Mixtapes. Durchaus interessante Sachen dabei, ein download der Serie lohnt sich allemal.

Geschrieben von mortek

am 21. Juli 2010

Die gute alte Zeit

Hach , früher als die Welt noch in Ordnung war und man Musik auf Kassetten anhörte. Das waren Zeiten an die man sich manchmal gerne zurück erinnert. Naja, die Zeiten waren im Grunde genau so mies wie heute. Aber: die Musik war besser.

[Hm. Jetzt ist mir echt keine bessere Einleitung eingefallen. Bleibts halt so stehen.]

Im Grunde wollte ich nämlich nur auf ein verdammt geniales Blog hinweisen: Tape Attack. Dort gibt es wahre Schätze in Form digitalisierter alter Kassetten zu bergen. Genreübergreifend, aber im Kern grob gesagt um den klassischen Punk und experimentelere Musik pendelnd, werden alte und zumeist arg verrauschte Aufnahmen wilder Bands vor dem Vergessen bewahrt. Dazwischen hin und wieder auch mal ein Scan eines alten Fanzines und ganz selten mal alte Videoaufnahmen.

Für mich im ganz Besonderen interessant: die DDR-Abteilung. Es ist ja vielleicht kein großes Geheimnis dass ich ein Faible für angepunkte Musik aus dem wilden Osten Deutschlands vor ’89 habe. Und genau diese Vorliebe wird auf das Vorzüglichste bedient. Wann immer ich mich dort durch das Archiv wühle darf man davon ausgehen dass ich früher oder später leise (manchmal auch etwas lautere) Töne der Freude von mir gebe.

An den Macher der Seite auf diesem Wege die allerbesten Grüße! Bitte so weitermachen :-]

Geschrieben von mortek

am 15. Juli 2010

Musick for Gay Fish

Heute hat Südafrikas Rave-Rap-Krew Die Antwoord ihre erste EP mit dem schlichten Namen 5 veröffentlicht. Wohl wegen der fünf Lieder die drauf sind. Die ersten vier kennt man schon von deren Website, das fünfte ist ein DJ Fishsticks Remix ihres Hits Enter the Ninja.

Nur 5000 Silberlinge werden von der EP verkauft. Das ist nicht so schlimm, das ganze Ding gibt es nämlich als Stream im Netz. Hört mal in den Fishsticks Remix rein, der rockt irgendwie :D

Geschrieben von mortek

am 13. Juli 2010

Go ask Alice

Heute hatte mein Internet Schluckauf. Aller 10 bis 15 Minuten wählte sich mein Router neu ein. Sowas schaue ich mir gerne mal eine Stunde an oder so, was weiss ich denn ob irgendwo an der Leitung gebaut wird oder so. Aber auf Dauer nervte das, und so rief ich bei der leider kostenpflichtigen Hotline an.

1st Level: Automatische Ansage, ich will aber mit einem Menschen sprechen und drücke weder 1, 2 noch 3. Schliesslich eine nette junge Frau die ich recht schnell davon überzeugt hatte das alle Kabel dort sind wo sie sollen und alle nötigen Geräte mit Strom versorgt und auch eingeschaltet sind. Sie eskalierte mich an den…

2nd Level: Ewige Wartemusik, dann ein schnösseliger Hanseat. Trug bestimmt ein rosa Poloshirt. Technisch ein klein wenig versierter bat er mich das Modem einmal unter Umgehung meines Routers zu testen und noch mal anzurufen. Was ich, da keine Besserung eintrat, dann auch tat.

1st Level: Automatische Ansage. Dann den Erklärbär gespielt: habe eben schon angerufen. Bitte an die Technik weiterleiten. Meiner Bitte wird entsprochen.

2nd Level: Wartemusik. Weil mir die Hand am Ohr einschläft stell ich das Telefon auf laut und lege es neben mir ab. Endlich ein Mensch dem ich die ganze Story noch mal vorbete. Licht am Ende des Tunnels: er misst die Leitung durch. Mit dem Ergebnis ist er nicht zufrieden. Die Sache eskaliert weiter, nämlich zum…

3rd Level: Die Götter seien gepriesen! Ein umgänglicher Mensch mit merklichem Sachverstand. Misst die Leitung noch mal durch und sagt die ist okay so. Auf mein nachfragen ob der Aussage bezüglich der Leitung in Level 2 kommt nur ein betont nüchternes “Die Interpretationsversuche zu den Leitungsmessergebnissen des 2nd Level darf ich nicht mehr kommentieren”. Alles klar, ich höre sein breites Grinsen deutlich heraus. Er gibt mir tiefergehende Einblicke was bei so einer Leitungsmessung alles für Werte erfasst werden. Ich kenne jetzt die anliegenden Spannungen meiner Leitung auf die zweite Nachkommastelle genau, weiss das die Widerstände so hoch sind wie sie sein sollen und die Kapazitäten mit xx µF auch perfekt im Limit liegen. Er bittet mich einen letzten Test durchzuführen und ruft mich eine halbe Stunde später wieder zurück. Letztendlich ist klar: das Modem hat die Hufe hochgerissen und er schickt mir ein neues.

Dolle Sache, es scheint als habe ich nun über das Wochenende nur ein Schluckaufinternet. So kann ich nicht arbeiten. Doch dann fällt mir ein dass ich irgendwo noch so ein olles Telekom-Modem rumliegen habe. Etwa 5 mal so groß wie das jetzige und aus einem massiven Block PVC plastegemetzt. Ich fühle mich in die Anfangstage des schnellen Internetzes zurückversetzt. Als ich den Schucko-Stecker einstecke meine ich dass das Licht kurz geflackert hat, aber da kann ich mich auch täuschen. Jedenfalls läuft mein Netz jetzt wieder, ohne Schluckauf.

Und um nun den Bezug zur Überschrift herzustellen und mal wieder gute Musik hier zu sehen, Jefferson Airplane mit White Rabbit.

Fehlt jetzt nur einer der das Monstermodem auf dem Höhepunkt des Songs in die Badewanne schmeißt in der ich (nicht) sitze…

Geschrieben von mortek

am 26. Juni 2010

I wish it where summer

Als ich neulich durch Brandenburg bretterte und mich an den vielen Kreuzen an den Alleen erfreute habe ich ein paar alter Musikkassetten (die jüngeren unter euch können sich hier belesen) am laufen gehabt. Darunter war auch ein Tape von “No Sports” (mittlerweile unter dem Namen “Nu Sports” unterwegs).

Und weil es grad wieder regnet draußen fiel mir ein Song davon ein den ich jetzt missmutig in die dunklen Wolken singe: Oh i wish it where summer, oh i wish it would stop to rain…

Geschrieben von mortek

am 24. Mai 2010

Nachtrag zum OTVOS Recors Release

Von der eins weiter unten erwähnten Live Präsentation der Maze EP von On The Verge Of Sanity sind nun zwei Videos im Netz aufgetaucht. Hommage und Inferno. Ich bitte um freundliche Beachtung :-]

(mehr Videos im übrigen auf der Bandwebsite)

Geschrieben von mortek

am 18. Mai 2010

Irrgarten am Rande der geistigen Gesundheit

Hiermit möchte ich auf das Erstlingswerk der Band “On The Verge Of Sanity” hinweisen. Nach anderthalb Jahren musikalischen Schaffens wurde heute die EP namens “Maze” veröffentlicht.

Die Aufnahmen sind als durchaus gelungen zu betrachten. Qualitativ und inhaltlich bieten die fünf Stücke feinste Kost die mensch einer Band aus dem verkackten Pirna gar nicht zutrauen mag. Wer sich von dem mausgrauen Cover nicht abschrecken lässt wird von den durchaus kraftvollen Stücken positiv überrascht werden.

Das Beste an der ganzen Sache ist zudem die Tatsache, dass man sich den kompletten Silberling komplett von der Bandwebsite runterladen kann. Beide Daumen hoch für die Entscheidung der Gruppe die EP unter einer freien Lizenz zu veröffentlichen.

Heute Abend findet in den Räumen des UNIWERK zudem stilecht eine Recordreleaseparty im Rahmen des ersten noName Festival statt. Die Bude wird sicherlich gut gefüllt sein, denn die Band hat sich schon eine treue Anhängerschaft erspielt. Ich werde mich dann natürlich auch irgendwo vor der Bühne rumtreiben… ;-]

Geschrieben von mortek

am 14. Mai 2010

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