Archiv für ‘Heimatkunde’

Pirna von oben

Hiermit möchte ich ein paar auf die schnelle zusammengeklatschte und unbeschnittene Panoramabilder von Pirna präsentieren. Aufgenommen vom sich derzeit im Bau befindlichen Schloss Sonnenstein aus, wo irgendwann mal das Landratsamt einziehen wird. (Und bevor jemand fragt: die Bilder wurden mir anonym zugespielt…)

Für die Großansicht das gewünschte Bild anklicken (und bei langsamer Leitung etwas warten). Manche Browser skalieren die Bilder dann auf die jeweilige Bildschirmbreite. Um das Bild jedoch in der vollen Pracht zu sehen bitte ggf. noch mal auf das Bild klicken, welches dann mehrere Bildschirmbreiten einnehmen sollte. Nur so erkennt man jedes Detail.

 

 

 

Geschrieben von mortek

am 24. April 2011

Fallobst – Helmut Kohl

In Ergänzung zum vorherigen Artikel möchte ich dieses Musikstück nachreichen. Es stammt von Fallobst aus Gohrisch (heute Eastside Boys aus Berlin) und aus einer Ära (1996) als die Birne noch wirklich an der Macht war. Wirkt rückblickend recht unwirklich. Nichtsdestoweniger ein geiles Lied. Und auch recht passabel aufgenommen für die damalige Zeit (es gab ja nix so kurz nach’m Krieg).

Geschrieben von mortek

am 28. Januar 2011

MAZEing of

Vor wenigen Minuten zweit erst geleakt: das Making of von On The Verge Of Sanity ihrer ersten EP MAZE. Lustige Einblicke in die Aufnahmesession dieser sympathischen Chaotentruppe.

Besagte EP Namens MAZE gibt es im Übrigen nach wie vor auf der OTVOS-Netzseite zum freien download. Aber das gute Stück habt ihr euch ja sicherlich schon lange gekrallt und rotiert seit dem ohne Unterlass rauf und runter. Genau so wie bei mir, hehe.

Geschrieben von mortek

am 13. Januar 2011

Linden oder Tanne? Die Entscheidung ist “gefällt”…

Der sentimentale Mob hat sich durchgesetzt und so stimmte der Pirnaer Stadtrat gestern Abend für den Verkauf des ehemaligen Kreiskulturhauses „Tanne“ an eine_n private_n Investor_in.

Nach wochenlangem Gejammer des Volkes in der Leserbrief-Abteilung des Pirnaer Lokalteils im Boulevard-Blatt „Sächsische Zeitung“ kann endlich ein neues Kulturhaus entstehen, wie es schon die CDU auf ihren Wahlplakaten forderte. Merkwürdigerweise ist sich hier die komplette parlamentarisch-demokratische Palette einig, was die Thematik angeht. Keine_r will es sich mit der Bevölkerung verscherzen.

Fraglich bleibt, inwieweit ein Kulturhaus tatsächlich notwendig ist. Ein „aber früher war es dort doch immer so schön“ darf als Argument einfach nicht zugelassen sein. Früher war vielleicht nicht alles besser, aber auf jeden Fall anders. Im Kontext betrachtet, kann eine neue „Tanne“ nicht funktionieren, da im Vergleich zu damals die Kulturlandschaft von Pirna viel zu weit gefächert ist.

Ich bleibe gespannt, wie sich das entwickelt und warte mit Freude auf die ersten Leserbriefe, die sich um Fördermittelverschwendung und/oder zu hohe Eintrittsgelder drehen.

Geschrieben von noNsense

am 15. Dezember 2010

4 Kommentare

Veröffentlicht in Allgemein,Heimatkunde

10 Jahre nach Sebnitz

Städte mit Wetterstation, das wussten die Sebnitzer, kommen ins Fernsehen: kurz vor der Tagesschau. Wetter, das ist unverfänglich. Wenn man verlegen ist, redet man vom Wetter. So kommt man ins Gespräch. Die Sebnitzer wollten im Gespräch bleiben. Kachelmann baute ihnen die Station und kam sogar zur Einweihung. 2001 war das. Denn es gab Zeiten, da war das Image von Sebnitz schlecht, und das Image von Kachelmann war gut.

Die ZEIT ONLINE schaut in diesem Artikel 10 Jahre nach dem Fall Joseph in Sebnitz mal nach denm Rechten, beleuchtet die Entwicklung und Maßnahmen zur Wiederherstellung des versauten Rufes und wie schnell man als Stadt auch wieder in Vergessenheit geraten kann.

Geschrieben von mortek

am 26. November 2010

“Befriedung” oder: keine Menschen, kein Problem?

Seit ich denken kann, sind sie da. Im Friedenspark im Herzen von Pirna. Die „zwielichtigen Subjekte“, die sich zwischen den Bäumen verstecken und Alkohol trinken. Sie gehören dazu. Ganz einfach.Doch die Tendenz, wie in anderen Städten, geht, im Zuge von Stadtentwicklung und einem verklärten „Schöner unsere Vorgärten“-Wahn, dahin, Orte wie diese, aus dem Auge der Öffentlichkeit zu verbannen.

Ein wichtiger Schritt dahingehend wurde im August 2006 getan, als die Stadt Pirna für den Bereich Friedenspark ein Alkoholverbot erließ. Dieses wurde im November 2007 erweitert auf alle „in öffentlichen Bereichen befindliche Brunnen, Wasserbecken, Gewässer, Wartehäuschen, Telefonzellen, Sitzgelegenheiten, Spielgeräte sowie Abfall- und Wertstoffbehälter“ (Sächsische Zeitung, 24.11.2007).

Eingebettet wurde diese Entwicklung in den Plan, den Friedenspark „wieder attraktiv zu gestalten“. Omis dürfen zwischen gepflegtem „Altbaumbestand“ umherflanieren und die Jugend darf ein bisschen skaten und den neuen Spielplatz ordnungsgemäß benutzen. Alles unter dem wachen Auge von Polizei und Sozialarbeitern.

Was damit allerdings die Umlagerung des im Park befindlichen Sowjet-Denkmals zu tun hat, bleibt mir ein Rätsel. Passt die Erinnerung an nationalsozialistische Taten nicht in das Bild der Entspannung im Zentrum der Stadt?
Viel konnte bisher allerdings von diesem Plan nicht umgesetzt werden. Woran mag das liegen? Leider wird es nur an der Knappheit der Mittel hängen und nicht an der plötzlichen Mitmenschlichkeit der Entscheidungsträger.

Vor nicht allzu langer Zeit sagte der Polizeirat Thomas Thieme (auch Revierleiter in Pirna) im Interview mit den „Dresdner Neusten Nachrichten“:

„Eine Arbeitsgruppe aus Polizei, städtischen Mitarbeitern und Sozialarbeitern versucht das Problem ganzheitlich anzugehen. Gerade wir als Polizei verdrängen ja nur und der Verdrängungseffekt, den wir erzielen wollten, zeichnet sich auch ab. Der Friedenspark hat sich beruhigt.“.

Soso.

Wohin werden die Menschen denn verdrängt? Hmm, egal, hauptsache erstmal raus aus dem Zentrum. Raus aus dem Blick der Touristen und der potentiellen Zuzöglinge.

Was mir hier jedoch viel mehr ein Dorn im Auge ist, ist die Einbeziehung von Sozialarbeitern. Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung sind diese hier nicht da, um zu helfen, die gescheiterten ausgestoßenen Existenzen wieder auf die Beine zu bringen, sondern sie sind vielmehr Ausdruck des Drangs der westlichen Demokratie, ihre Teilnehmer zu disziplinieren und auf Linie zu bringen.

Eine gezähmte Gesellschaft ist nicht nur einfacher zu regieren, sie kommt auch nicht auf dumme Gedanken.
Diese Disziplinierung mag für den Großteil der Bevölkerung in Ordnung gehen. Wer findet es schon gut, dass Menschen angepöbelt werden oder es Leute gibt, die unfähig sind, an der Mehrheitsgesellschaft zu partizipieren?

Aber: Zu Ende gedacht, bedeutet dieser Konformitätszwang die Gleichschaltung der Meinung. Ist das Demokratie?

Inzwischen wahrscheinlich schon. Schließlich wissen wir seit Jacques Derrida, dass Wörter nur Hülsen für Inhalte sind, die sich tagtäglich ändern können.

Ebenso Methode der Disziplinierung bildet die häufige Nutzung der Worte „Toleranz“ und „Vielfalt“ usw. – so oft, dass sie ihre eigentlich gemeinte Bedeutung (die ich mal naiv unterstelle) einfach verloren haben. Die Gefahr, die inzwischen von ihnen ausgeht, ist, dass, indem sie in Reden (z.B. von diversen Entscheidungsträgern), Namen von Förderpaketen und Projektbeschreibungen benutzt werden, sie von Autoritäten an einen herangetragen werden, sodass sie keinen Raum für Kritik lassen (die härteste Form der Repression, sie erscheint subtil, aber verrichtet umso schärfer ihren Zweck).

Einfaches Beispiel: Wir kritisieren den latenten Rassismus innerhalb der CDU. Sicher unterstützt diese aber eine Inititative bzw. ein Förderpaket für z.B. „Toleranz“ und „Vielfalt“. Damit entledigt sie sich jeglicher Trefferzone und macht sich immun gegen Kritik.

Geschrieben von noNsense

am 3. November 2010

prolliges Prekariat

Inzwischen hat man ja viel gehört von Generation „X“ oder der Null-Bock-Generation, die ihren tristen Alltag damit verbringt, sich im Sumpf der sinnentleerten Symbolik des Lebens zu suhlen.
Doch konkrete Beispiele sind eher selten. Schließlich gehören wir ja nicht dazu. Nicht in tausend Jahren. Niemals.

Allerdings lassen sich gewisse Anwandlungen nicht leugnen. So kam ich letzten Montag in die Verlegenheit, motorisiert durch diverse dörflich geprägte Gebiete zu fahren. Nester, wie Gottgetreu und Liebenau schwirrten an uns vorbei.

Schlussendlich landete man in Geising, wo man sich dazu entschloss in das Gasthaus Richter einzukehren, um den ersten Anflug von Hunger sofort im Keim zu ersticken.

Dortige Ureinwohner fühlten sich sogleich von der Anwesenheit „Ortsfremder“ gestört und verließen das Lokal. Wir waren uns keiner Schuld bewusst, schließlich sind wir immer freundlich und zuvorkommend (so wie es uns das Schildchen am Yogi-Teebeutel beigebracht hat).

Das sollte uns allerdings nicht den Genuss von Knödel mit Gulasch vermiesen, der nicht unmaßgeblich mit seiner Werbung draußen dafür sorgte, dass unser Weg in dieses Domizil des Eisfaschingsvereins führte.

Der anschließende “Romantik-Eisbecher” setzte dem Abend noch positiv das I-Tüpfelchen auf.

Probiert es mal aus!

Geschrieben von noNsense

am 13. September 2010

Schlossberglinden in Pirna erhalten

Die Bürgerinitiative “Lebenswertes Pirna” hat vor kurzem eine Internetseite online gestellt um auf den seitens der Stadt Pirna angedachten Kahlschlags der Lindenallee am Schlossberg hinzuweisen. Auf schlossberglinden-pirna.de gibt es in schlichtem Gewand Informationen und Material zum Thema, und auch eine Presseschau ist eingerichtet. Noch scheint die Seite ganz frisch, d.h. etwas Inhalt könnte sie noch vertragen. Aber zumindest schon mal schön als Gegner der städtischen Abholzmaßnahme jetzt einen Anlaufpunkt im Netz zu haben.

Geschrieben von mortek

am 7. Juli 2010

MdK – FdV – whatever man…

Heute Nachmittag mal über den Markt der Kulturen geschlendert. Die übliche Melange aus schwarzen Trommlern, Döneria Musik von der Bühne und multikulti Tand aus allen Teilen der Welt. Wie jedes Jahr halt. Aber ich will ja gar nicht meckern. Wenigstens einmal im Jahr dürfen sich Menschen mit der “falschen” Hautfarbe frei und völlig unbekümmert in Pirnas Innenstadt bewegen. Sonst ist das glaube ich nicht immer so möglich.

Einen feinen Humor zeigte der Mensch bei der Stadtverwaltung der für die Stand-Standortverteilung zuständig war. So musste ich kurz schmunzeln die Pirnaer Vereinigung der Schwulen und Lesben PIRls direkt neben der Evangelischen Allianz zu sehen. Die hatten sich nicht viel zu sagen wie es scheint.

Der CDU-Stand im dieses Jahr etwas abseits des großen Trubels angesiedelten Parteien-Zoos fand sich direkt zwischen der Linken und der SPD wieder. Euch sehr witzig.

Sehr erfreulich für mich war auch die PIRATEN dort anzutreffen. Nett geplaudert mit denen. Die wollen, sobald die noch ein paar Leute zusammengekriegt haben, eine offizielle Gruppierung in Pirna gründen. Wünsche ich viel Erfolg bei diesem Vorhaben!

Geschrieben von mortek

am 29. Mai 2010

Irrgarten am Rande der geistigen Gesundheit

Hiermit möchte ich auf das Erstlingswerk der Band “On The Verge Of Sanity” hinweisen. Nach anderthalb Jahren musikalischen Schaffens wurde heute die EP namens “Maze” veröffentlicht.

Die Aufnahmen sind als durchaus gelungen zu betrachten. Qualitativ und inhaltlich bieten die fünf Stücke feinste Kost die mensch einer Band aus dem verkackten Pirna gar nicht zutrauen mag. Wer sich von dem mausgrauen Cover nicht abschrecken lässt wird von den durchaus kraftvollen Stücken positiv überrascht werden.

Das Beste an der ganzen Sache ist zudem die Tatsache, dass man sich den kompletten Silberling komplett von der Bandwebsite runterladen kann. Beide Daumen hoch für die Entscheidung der Gruppe die EP unter einer freien Lizenz zu veröffentlichen.

Heute Abend findet in den Räumen des UNIWERK zudem stilecht eine Recordreleaseparty im Rahmen des ersten noName Festival statt. Die Bude wird sicherlich gut gefüllt sein, denn die Band hat sich schon eine treue Anhängerschaft erspielt. Ich werde mich dann natürlich auch irgendwo vor der Bühne rumtreiben… ;-]

Geschrieben von mortek

am 14. Mai 2010

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