Archiv für ‘Große Worte’
Glaubensbekenntnis
Ich glaube nicht an die Freiheit des Willens. Schopenhauers Wort: »Der Mensch kann wohl tun was er will, aber er kann nicht wollen, was er will.« begleitet mich in allen Lebenslagen und versöhnt mich mit den Handlungen der Menschen, auch wenn sie mir recht schmerzlich sind. Diese Erkenntnis von der Unfreiheit des Willens schützt mich davor, mich selbst und die Mitmenschen als handelnde und urteilende Individuen allzu ernst zu nehmen und den guten Humor zu verlieren.
My perception of the world…
The others are the madmen, and I am left standing around helplessly among them, a fully sane person who joined a tour through a psychiatric clinic and suddenly lost sight of the doctors and orderlies.
Jean Améry “At the mind´s limits” (dt.: “Jenseits von Schuld und Sühne”)
Gehorsam bis zum Letzten
Früher habe ich mich gefragt, ob eine grausame Regierung in den ganzen USA genug moralische Dummköpfe finden könnte, um den Personalbedarf für ein nationales System von Konzentrationslagern, wie es sie in Deutschland gegeben hat, zu decken. Jetzt glaube ich langsam, dass die ganze Belegschaft in New Haven* allein rekrutiert werden könnte.
* In New Haven liegt die Yale Universität, in der der Assistenzprofessor Stanley Milgram 1961 das wohl umstrittenste Experiment der Sozialpsychologie durchführte. Bei dem später nur noch “Milgram-Experiment” genannten Versuch wurde ein “Lehrer” beauftragt, einem “Schüler” bei falscher Antwort auf gestellte Fragen mittels eines Schock Generator Stromstöße zu verabreichen. Der “Schüler” war allerdings ein Schauspieler, der bei den angeblichen Stromstößen von bis zu 450 Volt nur noch laut schrie und das Experiment ganz offensichtlich beenden wollte. Erschreckender Weise haben allerdings mehr als die Hälfte der Versuchspersonen ihre Rolle als “Lehrer” bis zum Ende durchgespielt, aus einfachen Menschen wurden Folterknechte.

Schock Generator
Ausührlicher ist das Experiment auf dieser Seite beschrieben, zusammen mit anderen verrückten oder seltsamen Experimenten.
Jeden Abend werfe ich
Jeden Abend werfe ich
eine Zukunft hinter mich,
die sich niemals mehr erhebt
denn sie hat im Geist gelebt.
Neue Bilder werden, wachsen;
Welten drehn um neue Achsen,
werden, sterben, lieben, schaffen.
Die Vergangenheiten klaffen.
Tobend, wirbelnd stürzt die Zeit
in die Gruft. Das Leben schreit!
Leichter Regen bei 16 °C
Meine Stimmung hat sich dem Wetter draußen angepasst. Ja, auch das gibt es: mortek hat miese Laune. Überrascht?
Ich sitz hier grad missmutig rum und höre Joplin und John Lee Hooker, sinniere über den UnSinn des Lebens nach (einmal mehr), und trinke ein Glas Rotwein. Letzteres ist zwar gelogen, es liest sich aber einfach besser so.
Zu allem Übel habe ich auch grad ganz fiese Zahnschmerzen, mir ist eine Zahnfüllung flöten gegangen. Prima, muss ich also morgen zum Dentisten. Ganz toll, juchu.
Ach, und dann geht mir schon den ganzen Tag ein Spruch nicht mehr aus dem Sinn, welchen ich heute irgendwo las: Was ich selber denk und tu, trau ich jedem andren zu. Ich glaube, da ist was wahres dran. Schöne Scheiße.
Nexus 6
Ein Jammer, das sie nicht leben wird! Aber egal, wer tut das schon?

Blade Runner: sehr umfangreiche Seite zur Deutung des Filmes und Klärung häufig gestellter Fragen
some people
some people
are alive
simply because
it’s illegal
to kill them.
