Archiv für ‘Diverses’
Betrunkene Nudeln?

Pfefferspray mal sinnvoll eingesetzt
Hihihi. This one made me smile. Da hat doch tatsächlich ein Berliner Bereitschaftspolizist seinen Chef mit Pfefferspray eingesprüht.
Retrospektive vs. Erkenntnis des Stillstands
Ich habe ja hier in diesem diesem Blog auf der rechten Seite eine Sektion welche sich da nennt “Retrospektive”. Dort finden sich, so jeweils vorhanden, verlinkt/wiedergekaut die Veröffentlichungen von vor genau einem Jahr. Das habe ich zum einen dort um einen gewissen “frischen” Inhalt zu präsentieren wenn hier aktuell mal nix neues gepostet wird. Zum anderen finde ich es für mich ganz persönlich spannend immer mal wieder ein Jahr zurück zu schauen, um zu reflektieren was mich 365 Tage vorher so bewegt hat.
Heute sehe ich dort ein Video von Georg Schramm, in welchem er über die Situation in Afghanistan und die gefallenen Soldaten und Soldatinnen ebenda referiert.
Ein ganzes Jahr später stelle ich fest dass zwar die dort erwähnten Umstände andere geworden sind (der zu Guttenberg ist weg vom Fenster, und die Käßmann ist auch kein Thema mehr), aber der Mann im Kern immer noch Recht hat. Thema Berufsarmee, der Tod als resultierendes Risiko des gewählten Berufes (sogenannte “Weichzielverluste”), nicht erkennbar sterbenswerter Sinn des Ganzen, sowie die nicht vorgesehene Kultur des Scheiterns.
Vielleicht ist ein Jahr auch zu wenig. Also noch mal 365 Tage warten und dann schauen …
Wehrmachtssoldaten im O-Ton
Meyer: “Aber immer gegen Soldaten?”
Pohl: “Auch Leute. Wir haben in den Straßen die Kolonnen angegriffen. Ich saß in der Kette. Die Maschine wackelt, hintereinander, und jetzt ging es in der Linkskurve los, mit allen MGs und was du da machen konntest. Da haben wir Pferde herumfliegen sehen.”
Meyer: “Pfui Teufel, das mit den Pferden … nee!”
Pohl: “Die Pferde taten mir leid, die Menschen gar nicht. Aber die Pferde taten mir leid bis zum letzten Tag.”
einestages, das Portal zur Zeitgeschichte auf Spiegel Online, veröffentlicht Auszüge aus dem kommende Woche erscheinenden Buch “Soldaten”. Dort wurden Abhörprotokolle aus britischen und amerikanischen Archiven ausgewertet, die von Angehörigen der Wehrmacht und Waffen-SS in speziellen Abhörlagern angefertigt wurden.
einestages: “Wupps, so ringehalten. Das macht Spaß!” (oben die Bilder durchklickern)
If you meet Jesus in your dreams…
Sehr gut, und verschiedenste Stilrichtungen abdeckend, setzt dieser Cartoon eine echte Email eines japanischen Cartoonzeicners um, der an seine amerikanischen Kollegen schreibt. Trotz des schwierigen Themas unterhaltsam und witzig. Darum: LESEN!!!
via Nerdcore
Leben!?
Mal eine ernst gemeinte Frage in die Runde der Leserschaft: Wie viele Menschen kennt ihr die leben? Wie viele Menschen kennt ihr die wirklich leben? Nach euren Maßstäben diesen Aspekt betreffend.
Ich gebe mal ein paar Antworten vor. Ihr könnt euch aber auch gerne in den Kommentaren austoben.
10 Jahre nach Sebnitz
Städte mit Wetterstation, das wussten die Sebnitzer, kommen ins Fernsehen: kurz vor der Tagesschau. Wetter, das ist unverfänglich. Wenn man verlegen ist, redet man vom Wetter. So kommt man ins Gespräch. Die Sebnitzer wollten im Gespräch bleiben. Kachelmann baute ihnen die Station und kam sogar zur Einweihung. 2001 war das. Denn es gab Zeiten, da war das Image von Sebnitz schlecht, und das Image von Kachelmann war gut.
Die ZEIT ONLINE schaut in diesem Artikel 10 Jahre nach dem Fall Joseph in Sebnitz mal nach denm Rechten, beleuchtet die Entwicklung und Maßnahmen zur Wiederherstellung des versauten Rufes und wie schnell man als Stadt auch wieder in Vergessenheit geraten kann.
“Befriedung” oder: keine Menschen, kein Problem?
Seit ich denken kann, sind sie da. Im Friedenspark im Herzen von Pirna. Die „zwielichtigen Subjekte“, die sich zwischen den Bäumen verstecken und Alkohol trinken. Sie gehören dazu. Ganz einfach.Doch die Tendenz, wie in anderen Städten, geht, im Zuge von Stadtentwicklung und einem verklärten „Schöner unsere Vorgärten“-Wahn, dahin, Orte wie diese, aus dem Auge der Öffentlichkeit zu verbannen.
Ein wichtiger Schritt dahingehend wurde im August 2006 getan, als die Stadt Pirna für den Bereich Friedenspark ein Alkoholverbot erließ. Dieses wurde im November 2007 erweitert auf alle „in öffentlichen Bereichen befindliche Brunnen, Wasserbecken, Gewässer, Wartehäuschen, Telefonzellen, Sitzgelegenheiten, Spielgeräte sowie Abfall- und Wertstoffbehälter“ (Sächsische Zeitung, 24.11.2007).
Eingebettet wurde diese Entwicklung in den Plan, den Friedenspark „wieder attraktiv zu gestalten“. Omis dürfen zwischen gepflegtem „Altbaumbestand“ umherflanieren und die Jugend darf ein bisschen skaten und den neuen Spielplatz ordnungsgemäß benutzen. Alles unter dem wachen Auge von Polizei und Sozialarbeitern.
Was damit allerdings die Umlagerung des im Park befindlichen Sowjet-Denkmals zu tun hat, bleibt mir ein Rätsel. Passt die Erinnerung an nationalsozialistische Taten nicht in das Bild der Entspannung im Zentrum der Stadt?
Viel konnte bisher allerdings von diesem Plan nicht umgesetzt werden. Woran mag das liegen? Leider wird es nur an der Knappheit der Mittel hängen und nicht an der plötzlichen Mitmenschlichkeit der Entscheidungsträger.
Vor nicht allzu langer Zeit sagte der Polizeirat Thomas Thieme (auch Revierleiter in Pirna) im Interview mit den „Dresdner Neusten Nachrichten“:
„Eine Arbeitsgruppe aus Polizei, städtischen Mitarbeitern und Sozialarbeitern versucht das Problem ganzheitlich anzugehen. Gerade wir als Polizei verdrängen ja nur und der Verdrängungseffekt, den wir erzielen wollten, zeichnet sich auch ab. Der Friedenspark hat sich beruhigt.“.
Soso.
Wohin werden die Menschen denn verdrängt? Hmm, egal, hauptsache erstmal raus aus dem Zentrum. Raus aus dem Blick der Touristen und der potentiellen Zuzöglinge.
Was mir hier jedoch viel mehr ein Dorn im Auge ist, ist die Einbeziehung von Sozialarbeitern. Im Gegensatz zur vorherrschenden Meinung sind diese hier nicht da, um zu helfen, die gescheiterten ausgestoßenen Existenzen wieder auf die Beine zu bringen, sondern sie sind vielmehr Ausdruck des Drangs der westlichen Demokratie, ihre Teilnehmer zu disziplinieren und auf Linie zu bringen.
Eine gezähmte Gesellschaft ist nicht nur einfacher zu regieren, sie kommt auch nicht auf dumme Gedanken.
Diese Disziplinierung mag für den Großteil der Bevölkerung in Ordnung gehen. Wer findet es schon gut, dass Menschen angepöbelt werden oder es Leute gibt, die unfähig sind, an der Mehrheitsgesellschaft zu partizipieren?
Aber: Zu Ende gedacht, bedeutet dieser Konformitätszwang die Gleichschaltung der Meinung. Ist das Demokratie?
Inzwischen wahrscheinlich schon. Schließlich wissen wir seit Jacques Derrida, dass Wörter nur Hülsen für Inhalte sind, die sich tagtäglich ändern können.
Ebenso Methode der Disziplinierung bildet die häufige Nutzung der Worte „Toleranz“ und „Vielfalt“ usw. – so oft, dass sie ihre eigentlich gemeinte Bedeutung (die ich mal naiv unterstelle) einfach verloren haben. Die Gefahr, die inzwischen von ihnen ausgeht, ist, dass, indem sie in Reden (z.B. von diversen Entscheidungsträgern), Namen von Förderpaketen und Projektbeschreibungen benutzt werden, sie von Autoritäten an einen herangetragen werden, sodass sie keinen Raum für Kritik lassen (die härteste Form der Repression, sie erscheint subtil, aber verrichtet umso schärfer ihren Zweck).
Einfaches Beispiel: Wir kritisieren den latenten Rassismus innerhalb der CDU. Sicher unterstützt diese aber eine Inititative bzw. ein Förderpaket für z.B. „Toleranz“ und „Vielfalt“. Damit entledigt sie sich jeglicher Trefferzone und macht sich immun gegen Kritik.
prolliges Prekariat
Inzwischen hat man ja viel gehört von Generation „X“ oder der Null-Bock-Generation, die ihren tristen Alltag damit verbringt, sich im Sumpf der sinnentleerten Symbolik des Lebens zu suhlen.
Doch konkrete Beispiele sind eher selten. Schließlich gehören wir ja nicht dazu. Nicht in tausend Jahren. Niemals.
Allerdings lassen sich gewisse Anwandlungen nicht leugnen. So kam ich letzten Montag in die Verlegenheit, motorisiert durch diverse dörflich geprägte Gebiete zu fahren. Nester, wie Gottgetreu und Liebenau schwirrten an uns vorbei.
Schlussendlich landete man in Geising, wo man sich dazu entschloss in das Gasthaus Richter einzukehren, um den ersten Anflug von Hunger sofort im Keim zu ersticken.
Dortige Ureinwohner fühlten sich sogleich von der Anwesenheit „Ortsfremder“ gestört und verließen das Lokal. Wir waren uns keiner Schuld bewusst, schließlich sind wir immer freundlich und zuvorkommend (so wie es uns das Schildchen am Yogi-Teebeutel beigebracht hat).
Das sollte uns allerdings nicht den Genuss von Knödel mit Gulasch vermiesen, der nicht unmaßgeblich mit seiner Werbung draußen dafür sorgte, dass unser Weg in dieses Domizil des Eisfaschingsvereins führte.
Der anschließende “Romantik-Eisbecher” setzte dem Abend noch positiv das I-Tüpfelchen auf.
Probiert es mal aus!
Antira-Fussballcup
Auch in diesem Jahr veranstaltet das AKUBIZ wieder einen Antirassistischen Fussballcup. Diesen Sonnabend wird in Lohmen jenseits des puren Leistungsgedanken mit viel Spaß am Spiel die Pille gekickt. Keine Ahnung ob man sich vor Ort spontan noch mit einer Mann_Innschaft anmelden kann. Aber auch als Zuschauer wird man sicherlich einen unterhaltsamen Tag verleben können.




