Archiv für ‘Allgemein’

Die guten alten Zeiten

Wo wir grad beim Thema Wahlen waren, hier zwei sehr schicke Plakate von ’49.

cdu1949   spd1949

Geschrieben von mortek

am 6. Juni 2009

Noch keine Kommentare

Veröffentlicht in Allgemein

Du bist Terrorist

Geschrieben von mortek

am 5. Juni 2009

Löschen statt verstecken: Es funktioniert!

Eine spannende Pressemitteilung des Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur. Demnach gäbe es doch eine praktikable Alternative zu Sperrlisten. Indem man den Mist einfach löscht, anstatt ihn auszublenden. Aber dann würde man sich ja eines Werkzeuges zur Zensur berauben…

Innerhalb von 12 Stunden wurden 60 kinderpornographische Internet-Angebote gelöscht

Im Streit um geeignete Maßnahmen gegen im Internet dokumentierten Kindesmissbrauch (“Kinderpornographie”) wird von Befürwortern bloßer Sperren angeführt, dass es oftmals nicht oder nur mit erheblichem Aufwand möglich sei, die Inhalte zu entfernen oder der Urheber habhaft zu werden.

Jetzt machte Alvar Freude vom Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) die Probe aufs Exempel, analysierte mit automatischen Verfahren die diversen europäischen Sperrlisten und schrieb die Provider an, auf deren Servern sich laut der Listen kinderpornographisches Material befinden soll. Mit beeindruckender Resonanz: Innerhalb der ersten 12 Stunden nach Aussenden der Mails wurden bereits 60 Webauftritte gelöscht.

Weitere Resultate und Erkenntnisse:

  • Die ersten Reaktionen bzw. Löschungen folgten bereits nach wenigen Minuten und kamen unter anderem aus den USA, Holland, Dänemark, Russland sowie Deutschland.
    Drei der jetzt vom Netz genommenen Webauftritte befanden sich auf Servern in Deutschland.
  • Insgesamt wurden automatisiert 348 verschiedene Provider in 46 Ländern angeschrieben und über rund 1943 gesperrte vorgeblich illegale Webseiten informiert. Eine manuelle inhaltliche Analyse der Webseiten hat vorher nicht stattgefunden.
  • 250 Provider haben auf die Anfrage geantwortet, haben aber hauptsächlich legale Inhalte gefunden; mit Stichproben konnten diese Angaben bestätigt werden.
  • Zehn Provider gaben an, ingesamt 61 illegale Inhalte entfernt zu haben. Mit einer einfachen E-Mail kann man also schon viel erreichen.
  • Bei der überwiegenden Mehrheit der Webseiten, darunter einigen aus Deutschland, zeigte sich bei der Überprüfung durch den Provider, dass die Webseiten kein kinderpornographisches, teils überhaupt kein irgendwie beanstandbares Material enthielten – die Webauftritte waren folglich zu Unrecht gesperrt. In Finnland werden zudem auch mehrere inländische Webseiten blockiert, die sich kritisch mit den dortigen Internet-Sperren auseinandersetzen.
  • Die Provider wurden bislang nicht darüber informiert, dass die bei ihnen gehosteten Webauftritte auf einschlägigen Sperrlisten geführt wurden.
  • Wenn sie darauf hingewiesen werden, sind die Provider zur Kooperation bereit und entfernen illegale Inhalte umgehend.
  • Teilweise handelte es sich bei dem gesperrten Material um “gecrackte” Webauftritte, also solche, die durch Ausnutzen von Sicherheitslücken zur Verbreitung fremden Materials missbraucht wurden. Auch hier zeigten sich die Provider sehr dankbar für die Hinweise.
  • Die Abschaltung von Webauftritten mit kinderpornographischen Inhalten dauert nicht länger als die Übermittlung einer Sperrliste. Dies führt die Argumentation der Befürworter des bloßen Sperrens ad absurdum – es gibt keinen sachlichen Grund, strafbare Inhalte im Netz zu belassen und sie für alle einschlägig Interessierten mit minimalem Aufwand weiterhin zugänglich zu halten.

    Was für eine Bürgerinitiative wie den Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur möglich ist, sollte für die deutsche Regierung und Strafverfolgungsbehörden ein Leichtes sein und die hier erzielten Ergebnisse deutlich übertreffen können.

    Löschen statt Sperren – von Beginn an die Forderung des AK Zensur – ist möglich!

    Aussender: Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur)
    Web: http://ak-zensur.de/

    Geschrieben von mortek

    am 27. Mai 2009

    Umwälzschutz

    Die monatlich-monetäre Umwälzung von meinem Konto auf das der städtischen Stromversorgung konnte durch konsequenten Umstieg auf Energiesparlampen um 7 D€ reduziert werden. Lohnt sich also doch.

    Geschrieben von mortek

    am 6. Mai 2009

    4 Kommentare

    Veröffentlicht in Allgemein,Das Tagebuch

    Cannabeat – Party für Nazis?!

    Am Sonnabend fand das Newcommer Bandfestival im Hanno zu Pirna statt. Viel gäbe es zu erzählen, von schlechten Sängerinnen und tanzwütigen Jungpunx zum Beispiel. Oder vom furiosen Auftritt der Gewinner des Wettstreits, ¡jam!. Meinen allerweltsherzlichsten Glückwunsch auch noch mal an dieser Stelle, ihr habt gut gerockt :)

    Aber ich will mich hier mit dem Umstand beschäftigen, dass irgendjemand das im Anhang wiedergegebene Flugblatt mit der Überschrift “Cannabeat – Party für Nazis?!” ausgelegt hat. Kern des Flugis ist die Tatsache, dass das Problem durch anwesende Nazis, bzw. rechtsoffene Jugendliche, bei den gemeinhin als alternativ geltenden Partys durch die Veranstalter, die Aktion Zivilcourage, nicht ernst genommen wird. Oder dieses oftmals nicht in dem Umfang wie mensch es erwarten könnte.

    Zur Verteidigung der Zivilcouragierten muss ich sagen, dass ich schon selber mitbekommen habe wie Leute mit relevanten Marken/Sprüchen der Veranstaltung verwiesen wurden. Aber viel öfter noch habe ich von aufmerksamen Besuchern und Besucherinnen bittere Beschwerden gehört (und habe es leider auch selber mitbekommen), dass die Verantwortlichen auf entsprechende Hinweise nicht reagiert haben.
    Grundsätzlich sollte es ja so sein, dass erkennbare Nazis/Rassisten/Arschlöcher erst gar nicht reinkommen. Selbst wenn mensch davon ausgehen könnte dass am Einlass dahingehend aufgepasst wird, manchmal ziehen die Nasen halt einfach drinne ihre Jacke o.ä. aus, und erst dann wird sichtbar um wessen Geistes Kind es sich handelt. Aber allerspätestens dann sollten bei den allerkleinsten Hinweisen sofort alle Alarmglocken angehen, und durch einen Rausschmiss das angenehme Klima auf der Feierei gewahrt bleiben.

    Oftmals geschieht aber leider nichts. Die Veranstalter sollten sich dieses Flugblatt mal zu Herzen nehmen, und sich zurück auf die Grundwerte dieser Veranstaltungsreihe besinnen. Und nicht wie an dem Abend geschehen unter dem Motto “Weil nicht sein kann, was nicht sein darf” alle ausgelegten Flugis einsammeln um so eine kritische Diskussion von Grunde auf verhindern. Das ist extrem undemokratisch!
    (Die Einsammlerin zeigte sich für meine vor Ort noch vorgetragenen Bedenken diesbezüglich nicht ein Stückchen einsichtig. “Weil nicht sein kann, …”, aber das hatten wir ja schon.)

    Jetzt könnte mensch ja durchaus sagen, wer anonym Texte mit vermeintlichen Falschaussagen auslegt, der könne nix anderes erwarten. Aber hey: kein Mensch der sich von den in dem Flugblatt geschilderten Problemen berührt sieht will seinen vollen Namen auf einer Veranstaltung auslegen, wo auch Nazis rumsteigen dürfen. Den aufgezeigten Problemen tut dies jedoch keinen Abbruch.

    Ich bin sehr gespannt ob von der Aktion Zivilcourage ein öffentliches Statement zum Thema kommt. Würde mich aber wundern. Ich fände es ja schon geil, wenn ich keine Naziärsche mehr auf den Partys im Hanno sehen müsste, und funktionierende Mechanismen geschaffen würden die genau dies sicherstellen.

    Hier nun das Flugblatt:
    (Fehler wie im Original)

    Cannabeat – Party für Nazis?!

    Zu allererst etwas Gutes. Die ehemalige Security, die durchsetzt mit Nazis war, und welche mit “Thor Steinar” Accessoires bestückt war, wurde endlich aus ihren Diensten entlassen. War dies endlich wieder ein Schritt in Richtung der “alternativen Party”, die es eigentlich sein sollte? Die ehemalige Security unterschied stark zwischen alternativ aussehenden Jugendlichen und wohlbekannten Nazis, wobei erstere kontrolliert wurden und Nazis ohne derartige strengen Kontrollen durchgewunken wurden.

    Aber auch in letzter Zeit können einschlägig bekannte Nazis, trotz Hausverbots, ohne größere Probleme in die “alternativen” Veranstaltungen, wie Beispielsweise Cannabeat oder Penneball gelangen und für Ärger sorgen. So zum Beispiel beleidigen und bedrohen sie andere Gäste oder provozieren beim ausgelassenen Tanzen, suchen Streit und schlagen öfters zu. Die anwesenden Mitglieder der ,,Aktion Zivilcourage ” allerdings gehen, trotz mehrfacher Aufforderungen und Hinweisen, nicht dazwischen, sondern ignorieren diese. Es werden auch diejenigen, mit mehr als eindeutigen Aufschriften und Symboliken auf T-Shirts und Pullovern den Räumlichkeiten meist nicht verwiesen. Gesehen wurden in diesem Zusammenhang bereits Aufschriften wie: “Deutsche wehrt euch!”, “Volksgemeinschaft”. “Selbst Thor Steinar T-Shirts können ohne Bedenken getragen
    werden, von Verantwortlichen wird man nur gebeten eine Jacke über diesen zu tragen. Somit erscheinen auch Personen aus dem rechten Spektrum für die AZ erträglich zu sein. Wenigstens bekamen die Träger von schwarzen Hosen mit der Aufschrift ,,Sächsische Schweiz“ Hausverbot.

    Ob eine Party bei diesen Mangelerscheinungen noch als “alternativ” bezeichnet werden kann ist dabei allerdings mehr als fraglich! Die AZ sieht dies allerdings anders;

    “[...] Wir sind der Meinung, dass es gerade in unserer Region – einer “jugendkulturellen Wüste ” – wichtig ist, Jugendliche etwas anzubieten, bei dem sie Spaß haben und einfach “abfeiern” können; jedoch ohne rechtsextremistische Einflussnahme und vor allem ohne Gewalt. [...]”

    Ist das bei den vielen offensichtlichen Problemen noch ernst zu nehmen? Den Nazis werden lediglich die Ausweise für die Dauer des Aufenthalts abgenommen, statt ihnen ein permanentes Hausverbot zu erteilen, was das Hausrecht durchaus zulassen würde. Ist ein solcher Verein, der sich nicht an die eigenen Vorsätze hält überhaupt noch glaubwürdig?
    Deswegen ist ein aktives Vorgehen gegen diese provokanten Personen dringend notwendig und sollte auch in der nächsten Zeit vehement angestrebt werden, damit es zu keinen gewalttätigen Übergriffen mehr kommen kann.

    Mensch kann sich natürlich auch dafür entscheiden diese Gewalt und diesen Menschenhass zu ignorieren, sich so unauffällig wie möglich zu verhalten oder alles totzuschweigen …

    Wir jedoch haben uns anders entschieden, denn wir wollen ausgelassenen feiern können, auch hier in Pirna!

    Daher unser Aufruf:
    IGNORIERT UND VERSCHWEIGT DIESES NAZIPROBLEM NICHT!!!

    Geschrieben von mortek

    am 27. April 2009

    1 Kommentar

    Veröffentlicht in Allgemein,Das Tagebuch

    Filmreif…

    Völlig abgefahren wie Spezialeinheiten der Pozilei heute früh das besetzte Topf und Söhne Gelände in Erfurt (mortek.de berichtete) geräumt haben. Mit Maschienenpistolen und Cops die sich aus den Hubschraubern abseilen. Babelsberg hätte es nicht besser inszenieren können.
    Die Filmpiraten haben ein kleines Filmchen über die Aktion ins Netz gestellt.

    Topf & Söhne Erfurt

    Weitere Infos zum Geschehen:
    http://haendeweg.blogsport.de
    http://topf.squat.net

    Geschrieben von mortek

    am 16. April 2009

    2 Kommentare

    Veröffentlicht in Allgemein

    Auch ein schönes Osterfeuer

    In den Medien hat man es nur als Randnotiz mitbekommen: In der Nacht zum Ostermontag wurde auf Militärfahrzeuge in Dresden ein Brandanschlag verübt. 42 Karren wurden weggezündelt, der finanzielle Schaden beläuft sich wohl auf über 3 Mille.

    Heute tauchte dann ein Bekennerschreiben auf. Dies gar lustig zu lesende Textchen, auf den Weg geschickt von einer Initiative für ein neues blaues Wunder, ist so ganz anders als vergleichbare Texte aus der “Szene”. In ihm ruht eine gewisse Schlichtheit. Keine arg verkopften Formulierungen und schwurbeligen Ergüsse, die man nur mit einem Studium der Politikwissenschaften versteht. Statt dessen Versatzstücke von Standpunkten und Positionen, die über die Grenzen des Antimilitarismus hinausgehen. Von der Stasi ist da die Rede, von Wendehälsen, es wird die BRN genannt, sowie der Slogan einer im diesen Jahr stattgefundenen Antifademo aufgelistet.

    Ein wilder Mix, der, wenn man sich ihn durch den Kopf gehen lässt, allerlei Ungereimtheiten hinterlässt. Und zuoberst steht die Frage im Raum: ist dieses Schreiben wirklich von den Tätern? Wenn ja, dann scheinen mir es keine Profis zu sein. Denn mit diesem Schriebs liefern die den Cops eine prima Steilvorlage um mal prima hier und da die ein oder andere Hausdurchsuchung zu machen. Auch fehlt das weiter oben angedeutete “Linken-Neusprech”. Aber wenn das Schreiben nicht echt ist, wer hat es dann in Umlauf gebracht? Das könnten, und da lass ich jetzt mal eben ganz locker den Verschwörungstheoretiker raushängen, die Cops selber gewesen sein. Wobei ich jedoch den Brüdern und Schwestern von der Täterää diesbezüglich mehr zutrauen würde, inhaltlich. Oder aber es waren ganz langweillig und unoriginell irgendwelche Trittbrettfahrer. In letzterem Falle würde das dann vermutlich auf gefrustete alt-’89er hinauslaufen.

    Na wie auch immer, wir dürfen gespannt sein. Gespannt ob noch ein Bekennerschreiben auftaucht, und darauf ob die Bundeswehr betreffend nur an Ostern mit den Streichhölzern gespielt wird. Denn Osterfeuer gut und schön, aber ich könnte mir auch ein Montagsfeuer vorstellen, und ein Dienstagsfeuer, ….

    In diesem Sinne: Es gibt viel zu tun! Oder um es mit den Worten der (vermeintlichen) Gogelfritzen zu sagen: Wenn ihr nicht abrüstet, tun wir es!

    Und hier der Text des Bekennerschreibens dokumentiert:

    weiterlesen »

    Geschrieben von mortek

    am 16. April 2009

    Noch keine Kommentare

    Veröffentlicht in Allgemein

    Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt!

    Die Giordano Bruno Stiftung startet eine Petition, wonach der bundesweite Feiertag “Christi Himmelfahrt” durch einen sogenannten Evolutionstag ersetzt werden soll. Bin ich dafür, die Gründe können sich sehen lassen:

    1. „Christi Himmelfahrt“ ist einer der neun bundeseinheitlich geltenden Feiertage. Der an seine Stelle tretende „Evolutionstag“ könnte somit ebenfalls bundesweit gefeiert werden.

    2. An „Christi Himmelfahrt“ unternehmen heute viele Familien Ausflüge in die Natur. Angemessener kann ein „Evolutionstag“ kaum begangen werden!

    3. Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Christen glaubt nicht mehr an das Glaubensdogma der leiblichen Auffahrt Jesu in den sogenannten „Himmel“. Es bietet sich daher an, an die Stelle eines überkommenen Mythos, an den nur noch eine verschwindende Minderheit zu glauben vermag, einen Gedenktag zu setzen, der von der Mehrheit der hier lebenden Menschen nachvollzogen werden kann.

    4. Es gibt in Deutschland mittlerweile mehr konfessionsfreie Menschen als Katholiken oder Protestanten. Auf das konfessionsfreie Drittel der Gesellschaft müsste aus Fairnessgründen auch ein Drittel der gesetzlichen Feiertage zugeschnitten sein. Davon sind wir jedoch noch meilenweit entfernt! Die Umbenennung von „Christi Himmelfahrt“ in „Evolutionstag“ wäre ein erstes Anzeichen dafür, dass dieser Staat in seiner Feierkultur nicht nur gläubige Christen respektiert, sondern auch die vielen Millionen Bundesbürger, die eine dezidiert säkulare Weltsicht vertreten.

    Sogar ein Video gibt es zur Aktion, schon das zweite Affenvideo auf mortek.de.

    Für mehr Infos zum Ganzen bitte hier entlang.

    Geschrieben von mortek

    am 25. Februar 2009

    1 Kommentar

    Veröffentlicht in Allgemein

    Seite:  1 2 3 4