Archiv für Januar, 2012

Deutsch mich nicht voll!

Seit einiger Zeit finden sich „kontroverse Essays, Analysen und Interviews zu aktuellen Themen“ in DEM Printmedium des gemeinen Sachsen: der Sächsischen Zeitung. Natürlich immer von Leuten, die sich auskennen.
Das ist mal mit mehr, mal mit weniger Amusement zu lesen, aber immer wieder ein willkommener Bruch im sonstigen Stil, der sich eher wie eine einzige große schreiende Überschrift gibt.
Gestern allerdings fühlte ich mich als Leser doch dazu aufgefordert, anzuprangern, was für ein Käse zum Besten gegeben wird.
Unter der Überschrift „Warum Deutsch so wichtig ist“ versuchte sich, übrigens gerade gestern, am Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, Ralf Hickethier („Autor, Lehrer, Pädagogischer Psychologe und Erziehungsberater“) an einer Begründung für einen, seiner Meinung nach „normalen Patriotismus“.
„Nur der, der sich selbst liebt, seine Kultur, seine Mentalität, kann die anderen wirklich achten.“ „Nationen müssen zuerst ihr Eigenes haben und es kennen und es pflegen wollen, bevor sie der [europäischen] Gemeinschaft nutzen können.“

Interessant.

Schade, dass das Individuum (von dem ist nirgendwo im Text die Rede) mit eigener Identität komplett wegfällt, aber scheinbar steht es dem geeinten Europa im Weg..

Der Rest des Textes löst sich in völligem Gejammer darüber auf, dass die armen „Deutschen“ (wer auch immer das genau sein soll..) von der Bildfläche verschwinden: Anglizismen in der Sprache, bzw. Englisch sprechen allgemein (ah, ich verstehe, Sprache ist ein starrer Gegenstand, der sich noch nie entwickelt hat..), böse „Eliten“ geben den „Deutschen“ den „Todesstoß“ (ein Schelm, der an die Dolchstoßlegende denkt…) indem sie „das Werk der Nazis vollenden und das Ansehen und die Weltgeltung des Deutschen endgültig verschleudern, etwas, was Generationen vor ihnen mühsam für ihre Nation erarbeitet hatten“.

Was?!

Nicht nur, dass eine Verschwörung gegen die „Deutschen“ herbeifantasiert wird und ein normaler Prozess innerhalb der globalisierten Welt mit den Taten der „Deutschen“ im Nationalsozialismus verglichen wird, nein! Das, was viele Menschen, die zufällig auf „deutschem“ Terrain lebten, im Laufe der Geschichte geschaffen haben (sicherlich nicht für ihre Nation..) wird für den Marktwert des „Deutschen“ an sich missbraucht.

Soviel Verdrehung und gleichzeitiges Geheule ist ja unerträglich.
Nächstes Mal bitte vorher nochmal drüberlesen, liebe SZ-Redaktion!

Geschrieben von noNsense

am 28. Januar 2012

1 Kommentar

Veröffentlicht in Allgemein

2 Tiefkühl-Käsekuchen und 1 Kilo Wiener Würste

Manchmal stehe ich an der Supermarktkasse und versuche von dem, was die Leute vor oder hinter mir auf das Band legen, auf deren weiteren Tagesverlauf zu schließen. Nicht selten kommt es dabei vor, dass ich diese Fragen dann den ganzen Tag mit mir rum schleppe und darüber grübel.

Geschrieben von mortek

am 15. Januar 2012

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Veröffentlicht in Das Tagebuch

Antifaschismus ist nicht die richtige Antwort!?

Oh Mann. Der Ulbig hat doch echt den Arsch offen. Bei diesem Grad an Realitätsverlust ist dem, glaube ich, auch nicht mehr zu helfen.

An|ti|fa|schis|mus

Bedeutungen (laut duden.de)

1. Gesamtheit der Bewegungen und Ideologien, die sich gegen Faschismus und Nationalsozialismus richten; Kurzwort: Antifa
2. Gegnerschaft gegen Faschismus und Nationalsozialismus

Auch diese seine Aussage ist der Knaller:

Rechtsextremistisches Gedankengut darf in Sachsen nicht salonfähig werden.

HALLOOOOOO???? Nimmst du irgendwelche Drogen??? Die Nazischläger die früher, zum Beispiel in Pirna (wo du Bürgermeister warst), die Leute brutal überfallen und systematisch verfolgt haben, sitzen heute in den Rathäusern, im Landtag, oder haben ihre etablierten Läden und Geschäfte in den Städten verteilt. Jedes Jahr findet in Dresden der größte Naziaufmarsch Europas statt. Noch mehr “salonfähig” geht ja kaum.

Darum möchte ich alle Leute bitten dieses Jahr im Februar nicht nur gegen die Nazis auf die Straße zu gehen und das miese Pack zu blockieren, sondern auch gegen die unsägliche Dummheit der uns Regierenden zu protestieren.

Fuck, ich könnte mich grad über diese Hackfresse und sein hohles Geschwalle sooo derbe aufregen…

Geschrieben von mortek

am 11. Januar 2012

Feiertagsmix

Der Geburstag unseres Heilands ist nun schon auch eine Weile her. Aber über die Feiertage habe ich diesen Mix verbrochen, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Ist mein erster Versuch, aber vielleicht kann ja doch jemand damit was anfangen…

Feiertagsmix by m0r73k

Jessica Brown-Findlay – Anyone Who Knows What Love is (Will Understand)
Kitty Daisy and Lewis – Baby dont you know
The 5.6.7.8’s – Guitar Date
Rummelsnuff – Mandy
Judge Dread – Je t’aime (moi non plus)
Portishead – Deep Water
Intermedium: Äpfel mit Birnen verwechseln
Dresden Ischen – Sou geil
Tocotronic – Racist Friend
Die Goldenen Zitronen – 98 Local Invention
Down in June – The Enemy Within
Hekate – In My Garden
The Esay Cure – Pillbox Tales
Namenlos – MfS
Monks – Oh, How To Do Now
Plotslichmusik – Wer sind Sie
The Cranberries – I can’t be with you
Nick Cave – Breathless
Aggrolites – Dirty Reggae
Milch & Blut – Nun also bis irgendwo

Geschrieben von mortek

am 8. Januar 2012

Trenne niemals Müll …

… denn es hat nur eine Silbe.

Naja, ganz schön dämlicher Einstieg in den ersten Post seit etwas mehr als 4 Wochen. Ich weiß. Aber nur so bekomm ich die Kurve zu diesem kleinen Video was ich soeben zusammengeklatscht habe. Die Bilder dazu habe ich über 4 Monate hinweg am Felsenkeller aufgenommen, und irgendwie mussten die ja mal verwurstet werden.

Ansonsten wäre zu vermelden dass ich mich beruflicherdings nun nicht mehr um arme, hungernde Kinder der Unterschicht kümmer. Sondern um arme und bemitleidenswerte Kunden eines asiatischen Großkonzerns. Bei diesem erreicht man mich bei der Kummer-Nummer, wo ich mich stets bemühe bei Herausforderungen Problemen und Problemchen im Sinne des Kunden weiterzuhelfen (ehrlich jetzt). Storys könnt ich da erzählen… (mal nebenbei gefragt: würdet ihr ein Anschreiben mit durchaus ernstem Inhalt an ein Unternehmen in der Harry-Potter-Schriftart verfassen?)

Wie und ob es hier weitergeht weiß ich nicht. Also vermutlich schon, ja. Weitergehen, also. Aber wohl eher unregelmäßig. Also alles wie immer. Nur schlimmer. (ohje, noch son Brüller als rauschmeisser…)

Geschrieben von mortek

am 6. Januar 2012