Archiv für Juni, 2010
Go ask Alice
Heute hatte mein Internet Schluckauf. Aller 10 bis 15 Minuten wählte sich mein Router neu ein. Sowas schaue ich mir gerne mal eine Stunde an oder so, was weiss ich denn ob irgendwo an der Leitung gebaut wird oder so. Aber auf Dauer nervte das, und so rief ich bei der leider kostenpflichtigen Hotline an.
1st Level: Automatische Ansage, ich will aber mit einem Menschen sprechen und drücke weder 1, 2 noch 3. Schliesslich eine nette junge Frau die ich recht schnell davon überzeugt hatte das alle Kabel dort sind wo sie sollen und alle nötigen Geräte mit Strom versorgt und auch eingeschaltet sind. Sie eskalierte mich an den…
2nd Level: Ewige Wartemusik, dann ein schnösseliger Hanseat. Trug bestimmt ein rosa Poloshirt. Technisch ein klein wenig versierter bat er mich das Modem einmal unter Umgehung meines Routers zu testen und noch mal anzurufen. Was ich, da keine Besserung eintrat, dann auch tat.
1st Level: Automatische Ansage. Dann den Erklärbär gespielt: habe eben schon angerufen. Bitte an die Technik weiterleiten. Meiner Bitte wird entsprochen.
2nd Level: Wartemusik. Weil mir die Hand am Ohr einschläft stell ich das Telefon auf laut und lege es neben mir ab. Endlich ein Mensch dem ich die ganze Story noch mal vorbete. Licht am Ende des Tunnels: er misst die Leitung durch. Mit dem Ergebnis ist er nicht zufrieden. Die Sache eskaliert weiter, nämlich zum…
3rd Level: Die Götter seien gepriesen! Ein umgänglicher Mensch mit merklichem Sachverstand. Misst die Leitung noch mal durch und sagt die ist okay so. Auf mein nachfragen ob der Aussage bezüglich der Leitung in Level 2 kommt nur ein betont nüchternes “Die Interpretationsversuche zu den Leitungsmessergebnissen des 2nd Level darf ich nicht mehr kommentieren”. Alles klar, ich höre sein breites Grinsen deutlich heraus. Er gibt mir tiefergehende Einblicke was bei so einer Leitungsmessung alles für Werte erfasst werden. Ich kenne jetzt die anliegenden Spannungen meiner Leitung auf die zweite Nachkommastelle genau, weiss das die Widerstände so hoch sind wie sie sein sollen und die Kapazitäten mit xx µF auch perfekt im Limit liegen. Er bittet mich einen letzten Test durchzuführen und ruft mich eine halbe Stunde später wieder zurück. Letztendlich ist klar: das Modem hat die Hufe hochgerissen und er schickt mir ein neues.
Dolle Sache, es scheint als habe ich nun über das Wochenende nur ein Schluckaufinternet. So kann ich nicht arbeiten. Doch dann fällt mir ein dass ich irgendwo noch so ein olles Telekom-Modem rumliegen habe. Etwa 5 mal so groß wie das jetzige und aus einem massiven Block PVC plastegemetzt. Ich fühle mich in die Anfangstage des schnellen Internetzes zurückversetzt. Als ich den Schucko-Stecker einstecke meine ich dass das Licht kurz geflackert hat, aber da kann ich mich auch täuschen. Jedenfalls läuft mein Netz jetzt wieder, ohne Schluckauf.
Und um nun den Bezug zur Überschrift herzustellen und mal wieder gute Musik hier zu sehen, Jefferson Airplane mit White Rabbit.
Fehlt jetzt nur einer der das Monstermodem auf dem Höhepunkt des Songs in die Badewanne schmeißt in der ich (nicht) sitze…
Nazis ärgern
Und da war dann heute noch die Nachricht, dass in Riesa eine Straße in Geschwister-Scholl-Straße umbenannt wird. Und der dortige Stadtrat hat nicht zufällig die ausgewählt wo seit 10 Jahren der „Deutsche-Stimme-Verlag“ seinen Sitz hat. Witzige Sache das.
via fefe
ottos mops
Ernst Jandl – ottos mops (erstaunlich dass man zu einem 14-zeiligen Text einen ewiglangen Artikel bei Wikipedia verfassen kann)
Baum fällt…
Grad eben aus der heutigen Stadtratssitzung wiedergekommen. Für mich der einzig spannende Tagesordnungspunkt war natürlich der Beschluss ob die Linden am Schlossberg nun gefällt werden sollen oder nicht.
Um es kurz zu machen: nachdem Pro- und Kontralager ihre Standpunkte klargemacht haben wurde mit nicht allzu deutlicher Mehrheit abgenickt dass die 9 Linden im Zuge der Hangneugestaltung weichen müssen und durch 22 Winterlinden ersetzt werden sollen.
Obgleich das Argument der Stadtverwaltung, die Linden wären mit ihren etwa 100 Jahren schon so elende alt und würden es sowieso nicht mehr lange machen, durch einen anwesenden Forstsachverständigen wiederlegt wurde (“Linden können bis zu 1.000 Jahre alt werden”), setzte sich der Teil der Stadträte durch die einer kommenden Generation eine ordentliche Lindenallee hinterlassen möchte. Alles schön so wie auf der Postkarte von 1914 und im Namen des Denkmalschutzes. Ein weiteres Argument war dass durch den Bau des barrierefreien Weges hoch zum Sonnenstein am Fuße der Treppe eh gebaut werden müsste, wodurch im Endeffekt wenn überhaupt (und unabhängig von der Sanierung der jetzigen Treppe) nur 5 Linden stehen bleiben könnten. Der Gedanke die Schnapsidee mit dem barrierefreien Weg* vernünftigerweise in dieser Stadtratssitzung noch einmal zu hinterfragen fand auch kein Gehör bei den Damen und Herren Stadträten.
Nachdem der Beschluss nun also vom Stadtrat gefasst wurde strömten die meisten der anwesenden Besucher aus dem großen Ratssaal und es bildete sich in den Gängen des Rathauses spontan eine Runde von etwa 15 interessierten Bürgern und Bürgerinnen die das eben geschehene auswerteten und die nächsten Schritte besprachen. Ein anwesender Mensch vom BUND vermittelte Zuversicht, so ein Stadtratsbeschluss wäre lange noch nicht das letzte Wort. Schön wärs ja, aber ich befürchte die Stadt schafft durch den Baubeginn des barrierrefreien Weges im Juli einfach mal Fakten.
* Schnapsidee deswegen, weil der Weg am Schlosshang an sich vielleicht laut Norm barrierefrei und auch mit Rollstuhl befahrbar ist, aber der Zugang vom Kirchplatz aus bis zum Fuß der jetzigen Treppe sowie das letzte Stückchen vom ehemaligen ZBBB am Hausberg bis zur Einfahrt zum Amtsgericht/Schlosspark dermaßen Steil ist, dass auch ein sehr kräftiger Mensch einen Rollstuhlfahrer dort kaum oder nur mit sehr sehr großer Mühe hochschieben kann. Ortskundige können sich bestimmt ein Bild von der Situation machen. Runter kommen sie ja alle, aber trotzdem ist dieser Weg eine wirklich sinnlose Sache.
Graffiti im UNIWERK
Weiter unten auf dieser Seite habe ich ja schon mal geschrieben dass im UNIWERK eine Wand mit Graffiti verschönert wurde. Ich blieb aber den finalen Fotobeweis schuldig, welchen ich hiermit nachreichen möchte:
Dieses Bild wurde aus mehreren Einzelbildern zusammengefügt und ist daher an den Rändern so komisch eingefranst.
Das Gesprühe setzte sich dann zum Stadtfest in Form eines Graffiti-Workshops und einer entsprechenden Ausstellung der Pirnaer Streetartkünstler EOK73 und Aremid fort. Zur Ausstellung hat Rappelsnut etwas geschrieben, ein paar Bilder der Ergebnisse des Workshops gibt es von mir.
Schilderwald zum Stadtfest
Ich hoffe ich bekomme nicht noch Ärger weil ich kurz gehalten habe um das Foto zu schießen. Wo doch so in aller Nachdrücklichkeit auf das Halteverbot hingewiesen wurde.

Antira-Fussballcup
Auch in diesem Jahr veranstaltet das AKUBIZ wieder einen Antirassistischen Fussballcup. Diesen Sonnabend wird in Lohmen jenseits des puren Leistungsgedanken mit viel Spaß am Spiel die Pille gekickt. Keine Ahnung ob man sich vor Ort spontan noch mit einer Mann_Innschaft anmelden kann. Aber auch als Zuschauer wird man sicherlich einen unterhaltsamen Tag verleben können.
Zielgruppenorientierte Werbung
Gefunden bei RikJah Rastafari. Das ist der Mensch der mit seiner lustigen Rikscha immer mal durch Pirna fährt.
Mein Freund der Baum…
… ist grad arg bedroht. Zumindest die Bäume beiderseits der Schlosstreppe. Denn diese sollen im Rahmen einer anstehenden Sanierung der Treppe einfach mal gefällt werden. Weil es zu teuer wäre die Wurzeln entsprechend zu schützen bei den Baumaßnahmen, und weil die längerfristige Baumpflege auch zu hohe Kosten verursachen würde.
Wir reden hier von gesunden Bäumen, was so auch ein aktuelles Gutachten aussagt. Es wird bescheinigt dass das Baumensemble optisch prägend für den Schlosshang und damit für Pirna ist und ein Erhalt der Bäume wird ausdrücklich empfohlen.

Ich bin ja nun wahrlich kein tree hugger. Aber gesunde Bäume im fast einzigen grünen innenstadtnahen Teil Pirnas abzuholzen nur um ein paar Euro zu sparen, das bringt mich auf die Palme (<- sorry für den flachen Wortwitz).
Diesen Donnerstag nun wird in einem Ausschuss öffentlich über dieses Vorhaben abgestimmt. 18 Uhr im großen Ratssaal. Öffentlich, aber hab ich ja schon gesagt. 18 Uhr. Rathaus. Eine Bürgerbeteiligung könnte da vielleicht was bewegen. Also, Donnerstag 18 Uhr dann ;-]
Wandverschönerung im UNIWERK
Heute tobten sich zwei junggebliebene Künstler an einer Wand im UNIWERK aus. Einen ersten Vorher-Nachher Vergleich möchte ich schonmal liefern, obwohl die Werke noch nicht fertig sind. Die finale Version wird vermutlich in einer Woche nachgereicht.
Vorher:
Nachher:
zum vergrößern die Bilder bitte anklicken!








