Archiv für März, 2010
What A Wonderful World
Eine fantastische Interpretation des Songs. Dargebracht von Herrn Armstrong höchstselbst.
Bournout
Die Titanic hat mir einmal mehr den Tag mit einem bombigen Startcartoon versüßt. Danke!
Kickern statt Fußball
Eine Anreise für Gästefans ohne Eintrittskarte ist zwecklos. Am Spieltag werden keine Karten für Fans des FC St.Pauli erhältlich sein.
Diese zwei Sätze las ich gestern auf der Seite von Energie Cottbus. Etwa 10 Minuten bevor ich losfahren wollte. Schöne Scheiße. Hatte ich mich schon Wochen vorher darauf gefreut mal wieder einem Spiel der Braun-Weißen beizuwohnen, hieß es nun spontan umplanen.
Statt Cottbus wurde Chemnitz angesteuert. Dort spielten On The Verge Of Sanity im Rahmen des Rock And Roll High Scholl Bandcontest. Mit dem Talschock wurde eine Location besucht wo man früher öfters mal zu guten Konzerten war. Hach ja, da kamen Erinnerungen wieder…
OTVOS lieferten ein gutes Set ab und hätten es zweifelsohne verdient eine Runde weiter zu kommen. Während für We are still searching der Gewinn in Ordnung geht, kam bei Bad Time Stories wohl der lokale Bonus zum tragen. Aber so ist das halt bei Bandwettkämpfen.
Braustolz ist im übrigen ein eher durchschnittliches Bier. Wicküler dagegen mundete mir sehr. Und das Intro auf deren Seite mit einem Soundtrack im StarTrack-Style rockt auch.
Linkwurst #10
Cartoon der Woche: dieses alberne Ding von nichtlustig.de.
Für mehr sinnlose Links bitte hier weiterlesen »
Jack Parow – Cooler as Ekke (oder: KlickKlack)
Für einen ganz entspannten Start in die Woche sei euch dieses Liedchen mit auf den Weg gegeben:
Der Mann an der Mütze ist Jack Parow. Wer fleißig mitliest und folgsam alle Links anklickt die ich hier reinpacke, wird diesen Namen schon mal in Zusammenhang mit Die Antwoord (klicken für die neugestaltete Seite mit schicken Bildern!) gehört haben. Dort hat er nämlich bei ein paar Liedern mitgemischt und auch live ist er wohl ab und zu mit dabei (klicken um die wunderbar gespaltene Reaktion des Publikums am Anfang zu sehen).
Südafrika bringt grad gute Musik hervor. Das erkennen auch die Amis. Erst vor ein paar Tagen hat das recht angesehene Label Interscope Records Die Antwoord unter Vertrag genommen. Ein interessantes Interview dazu und dem rasanten Aufstieg der Band gibt es bei Boing Boing zu lesen (klicken). So soll zum Beispiel Neill Blomkamp (District 9) das nächste Musikvideo der Gruppe drehen.
Ich bin mal sehr gespannt wo die Reise hinführt für Die Antword. Im Moment geht es steil nach oben, aber es bleibt abzuwarten ob das Ganze nur ein kurzzeitiger Hype ist oder die Band Bestand haben wird.
Das Cafè Bohemia …
… hat ab Ostern nur noch unregelmäßig geschlossen. Hier der Lichtbildbeweis.
Ich freu mich schon auf das gute Wetter und den leckeren Tee. Fräulein Bohemia, ich hoffe ihre Pfefferminzpflanze hat den Winter gut überstanden.
Freie Musik
Die letzten Wochen habe ich mich, ohne strenge Zeitvorgabe und immer wieder mal, im Netz nach freier Musik umgeschaut. Hintergrund ist dass, wenn man vorhat Musik öffentlich aufzuführen, in aller Regel Gebühren an die GEMA fällig werden. Ohne es jetzt auf den Pfennig genau zu wissen wären das pro Abend (wie etwa dem wöchentlich immer Mittwochs stattfindenden ProEG im UNIWERK) pauschal so um die 20 Euro*.
Nun ist es ja bekanntlich kein größeres Problem im Netz kostenlos an Musik zu kommen. Zahllose Downloadseiten mit den verschiedensten Wegen sich das Zeug auf den Rechner zu ziehen gibt es, und werden rege genutzt. Aber weder ist das legal, noch umgeht man damit die GEMA wenn man dererlei erbeutete Musikstücke öffentlich spielt.
Die Antwort auf diese Problematik heißt Creative Commons. Das ist ein Lizenztyp womit man Werke wie Musik kopieren, verbreiten, bewerben und vorführen darf. Natürlich nur wenn der Künstler seine Kreationen unter diese Lizenz gestellt hat, und mit jeweils einer der folgenden Einschränkungen:
Attribution – Namensnennung
Attribution Share Alike – Namensnennung, Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Attribution No Derivatives – Namensnennung, keine Bearbeitung
Attribution Non-Commercial – Namensnennung, nicht kommerziell
Attribution Non-Commercial Share Alike – Namensnennung, nicht kommerziell, Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Attribution Non-Commercial No Derivatives – Namensnennung, nicht kommerziell, keine Bearbeitung
CC erfreut sich im Netz großer Beliebtheit. Denn es ist ein einfacher Weg für kreative Menschen ihre Musikstücke, Filme, Bilder oder was auch immer mit einer fein abstufbaren und freien Lizenz weiterzugeben.
Im Netz findet man hier und da einzelne Musikstücke unter der CC, auf Seiten von den Künstlern selber oder auf der Labelseite. Ich wollte aber an ganze Alben kommen und mir so das mühselige zusammenklicken einer brauchbaren Musiksammlung ersparen.
Als erste Anlaufstelle fiel mir Comfort Stand Records ein. Dort hatte ich mir vor vielen Jahren mal den Sampler Two Zombies Later runtergeladen, den ich nach wie vor wärmstens empfehlen kann. Leider hat das Label inzwischen geschlossen. Aber nach wie vor bekommt man dort deren Erscheinungen zum freien Download angeboten. Ein etwas wunderlicher Musikmix erwartet einen, es empfiehlt sich daher vor dem saugen in die Stücke rein zu hören. Ein paar durchaus brauchbare Alben und Compilations finden sich dort aber auf jeden Fall.
Dann habe ich die mächtige Suchmaschine angeworfen und stolperte recht bald über Jamendo. Dort gibt es nach eigenen Angaben über 31.000 Alben der verschiedensten Stilrichtungen zum kostenlosen Download. Das klang mir erstmal ziemlich unglaubwürdig. Aber ich habe mal da reingeschnuppert. Man kann dort in der Tat ein riesiges Archiv an Musik durchstöbern. Sortiert nach Künstlern oder Tags findet man wirklich gute Musik. Man kann sich die einzelnen Stücke anhören, oder mit drei Klicks das ganze Album auf den Rechner ziehen. Wer wirklich gefallen an dem gehörten findet und die Künstler unterstützen will, kann über ein Formular direkt eine Spende mittels Kreditkarte oder Paypal schicken (mind. 5€/$, abzügl. Bankgebühren).
Jamendo erscheint mir als Gewinn sowohl für den Musikliebhaber, als auch für die Musiker und Bands. Denn als Konsument bekomme ich eine enorme Auswahl an Musik geboten, und die Künstler können ihre Werke einem großen Publikum vorstellen. Raubkopiert wird ja heutzutage so oder so, ich schrieb es ja schon. Der Umstand das Musik meist eh digital am Rechner oder via mp3-Player gehört wird erleichtert das Ganze zudem. Da erscheint es sinnvoll dass hier ein Weg geschaffen wurde dem Kunden qualitative Musik zugänglich zu machen, bei gleichzeitiger Möglichkeit dem Küstler einen faieren Obulus für sein Schaffen aufs Konto zu überweisen.
Also gute Musik muss nix kosten. Und mit Abmahnanwälten oder den GEMA-Scherken muss man sich auch nicht zwingend rumärgern. Einfach die Augen offen halten nach den zwei C…

* Falls das hier jemand von der GEMA liest: ätschebätsch. Bei ProEG wird jetzt nur noch CC-Musik gespielt :P
Invertiert-graphischkalkulierte Namensanzeige

Das kommt dabei heraus wenn man sich die Phrase “mortek de” mittels des Inverse Graphing Calculator in eine Gleichung umwandeln lässt. Wieder mal eine total sinnfreie Sache, macht sich aber rein optisch recht gut auf der Seite. Von daher…
Linkwurst #09
Links der Woche: diese unterhaltsam geschriebene Pressemitteilung der Polizei Bremen und dieses meisterhaft abgefahrene Video.
Den Rest gibt es nach einem klick: weiterlesen »
Pirna rockt
YouTube ist ja eine feine Sache. Man findet dort den wildesten Scheiß. Ich habe mich mal auf die Suche gemacht nach Videos die irgendwas mit “Pirna” zu tun haben. Und ich bin fündig geworden.
So kam mir zum Beispiel eine Gruppe junger Menschen unter, die frei nach dem Motto “Bomben über Birna – Nie wieder Bartwuchs” am hellerlichten Tage eine Zilvesterrakete in den Himmel schicken. Oder diese Suffi-Gang vom Friedenspark, die lautstark ausdiskutiert wie lang man schon keinen alkoholfreien Tag eingelegt hat und ob Socken zum Geburtstag ein geeignetes Geschenk darstellen. Stichwort fremdschämen auch hier: DJ David vom WLAN-Pirna Radio singt. Ich glaube das sind solche Leute die sich dann bei RTL vor die Jury stellen und von Bohlen (zu recht) runtergemacht werden. Allerliebst hingegen diese beiden “rüschtüsch geilen” Mädels, die in einem eigenhändig zusammengeschnippselten Video erst alle Freunde und Verwandte grüßen und sich dann von verschiedensten Plätzen der Stadt zu Wort melden. Mein absoluter Favorit in dieser Zusammenstellung ist dieses spektakuläre Video wo mit einer Simme eine Bratwurst überfahren wird. Die kindliche Freude des Kameramannes ist einfach wunderbar. Ich sag es ja immer wieder: es sind die kleinen Dinge im Leben.
Die “Ode an die mächtige Dose”, gefilmt im Zollhof, zeigt auf erschreckende Art die Gefahren von Drogen. Anders kann ich mir die Entstehung des Filmchens nämlich nicht erklären. Inwieweit Drogen bei der “Breakdanze Omi” mit im Spiel waren vermag ich nicht zu beurteilen. Einen spannenden Fund habe ich mit dem Teaser und Teil 1 von 3 des Trailers zu One Week gemacht. Das ist ein Zombifilm an dem wohl gerade gearbeitet wird. Er soll noch 2010 rauskommen, ich zumindest bin da sehr gespannt. Musikalisch wird es bei den PfandPirRatten, und hier wird gezeigt dass die Mischung aus Alkohol und einem Besen meistens nach hinten losgeht. Geradewegs nach vorne geht es hier in der Werbung für die Kauflandapotheke los. Sehr witzig, hehe. Mit tatüü und tataa geht es dann schließlich mit der Feuerwehr einmal durch die Stadt. Auch mal eine interessante Perspektive.
Das letzte Video wollte ich erst nicht verlinken, tue es aber hiermit trotzdem. Zeigt es doch wunderbar die sagenhafte Blödheit einiger Menschen auf, die sich weidlich daran ergötzen einen Behinderten zu verarschen. Es darf gelacht werden, selbstredend über die Leute hinter der Kamera.
Eins dann doch noch als Zugabe: ein gar trefflicher Kommentar zum Stadtfest in Pirna.
