Schönes Ding, gerne wieder
Gestern war ein schöner Tag. Weniger des Wetters wegen, aber dass zum ersten mal der Marsch der Nazis durch Dresden verhindert werden konnte hat mich gegen Abend mit einem angenehmen Gefühl wieder nach Hause fahren lassen. Abgesehen mal davon dass genau wie bei der Hinfahrt die Bahn gerammelte voll war mit Kameraden und Kameradinnen. Während die sich tagsüber aufgrund der erfolgreichen Blockaden tausender Antifaschisten vor dem Neustädter Bahnhof die Füße in den Bauch stehen mussten, haben sie es nach ihrer Rückkehr nach Pirna ebenda bei einer Spontandemo noch mal ordentlich krachen lassen. Parolen skandierend zogen sie durch die Stadt und demolierten auf der Langen Straße auch das Büro der SPD.
Bleibt zu hoffen dass es in den nächsten Jahren genau so gelingt Naziaufmärsche zu blockieren. Und dass vielleicht der ein oder andere Bürger, der sich dieses Jahr noch in die wegen der schönen Bilder zwar mediengerechte, aber ob der Wirkungslosigkeit total sinnlosen Menschenkette eingereiht hat, sich das nächste mal lieber aktiv an der Behinderung solcher Aufmärsche beteiligt.
Eine schöne Zusammenstellung von Berichten, Bildern und Videos gibt es auf der Gedankenschubla.de.
NS: über die dummen Versuche der Polizei, potenzielle Protestierer nicht über die Elbbrücken zu lassen sag ich mal besser nichts. Mit einer miesen Lüge gelang es mir ja schliesslich trotzdem.
NNS: Die schlechten Bilder von meinem mobilen Bloggade-Versuch bitte ich zu entschuldigen. So ganz optimal ist das gewählte Tool dann doch nicht gewesen. Muss ich noch dran arbeiten…
NNNS: Rappelsnut hat schicke Bilder von der Blockade des Albertplatzes gemacht.

nicht ganz, durch die menschenkette konnten die nazis nicht durch die altstadt marschieren (gebot der räuml. trennung durch das ovg bautzen). aber ich stimme dir zu: händchenhalten gegen nazis ist nichts. fest verschränkte arme bringt hingegen schon erfolge.
durch das neue sächsische wischiwaschi-versammlungsgesetz hätte man aber, wenn politisch gewollt, auch so eine handhabe gehabt um die nazis von der altstadt fern zu halten. denn danach kann man solche versammlungen an geschichtsträchtigen orten untersagen. und ich glaube auch darum sind die nasen auf die andere elbseite verfrachtet wurden. obgleich mit dem neustädter bahnhof, von wo die dresdner juden deportiert wurden, natürlich ein ort ausgesucht wurde der nicht minder geschichtsbeladen ist.