Archiv für Februar, 2010

Es war nicht alles schlecht

Herrn noNsense seine Idee einmal 10 Jahre zurück zu schauen und sich seiner persönlichen musikalischen Einflüsse bewusst zu werden hat mir auf Anhieb gefallen. Darum machte auch ich mich daran eine Liste zu schreiben. Eine Zeitreise began, und so manch fast vergessenes Kleinod wurde wiederentdeckt.

Ich ordne das mal chronologisch nach Erscheinungsjahr, obgleich die gelisteten Alben nicht in dieser Reihenfolge in meine Wahrnehmung gedrängt sein müssen. Links zum schnellen reinhören und zur Band hab ich auch noch dazu getan.

Hier nun also der Versuch einer musikalischen Annäherung an meine letzten 10 Jahre.

Hekate – Sonnentanz (2000)

Ihren Ursprung im Neofolk sehend bietet die Koblenzer Band auf diesem Album Avantgardeklänge vermischt mit mittelalterlichen Versatzstücken, bombast Marschelementen und Texten dargebracht auf Englisch, Französisch, Deutsch und Jiddisch. Sehr ergreifende und kraftvolle Stücke mitunter.

Mono für alle – Mono für alle (2001)

Schlagzeug, Bass, Orgel und schriller Gesang. Mehr braucht es nicht um richtig geile Musick zu machen. Live das intensivste was ich bis dahin gesehen habe. Kontroverse Texte zwar (Amoklauf), aber dadurch hebt sich die Band wohltuend von der Masse ab. Für mich eins der besten Album der letzten 10 Jahre.

Hagalaz’ Runedance – Friggas Web (2002)

Ein Tonträger der wieder dem Neofolk zuzurechnen ist. Auf dieser Scheibe wird die Germanische Mythologie vertont und dem Umstand Rechnung getragen, dass die Sängerin Andrea „Nebel“ Haugen verschiedensten okkulten/naturreligiösen Gruppen angehört(e). Ruhige, fast schon rituelle Klänge ergänzen sich mit treibendem Trommelspiel.

Orplid – Nächtliche Jünger (2002)

Eine Perle des Neoklassischen Genres. Orplid aus Halle verstehen es vorzüglich zarten und gleichzeitig wortgewichtigen Gesang in bisweilen opulente Lieder zu verpacken, ohne dabei allzu kitschig zu wirken. Schlichte Gitarrensongs gibt es genau so zu hören wie verzerrte Sampleorgien.

Sonne Hagal – Helfahrt (2002)

Und noch einmal Akustikgitarren-betonte Musik, die aber gekonnt elektronische Samplerelemente einbindet. Diesmal etwas treibender und mehr nach vorne. Sehr schön auch der Einsatz der Geige.

Gewaltakustik – Schmerzwerk (2003)

Gewaltakustik ist ein Projekt welches sich den heftigeren Elektroschlagklängen verschrieben hat. Verzerrte Beats getragen von einer tanzbaren Melodie machen die Musik durchaus Klubtauglich. Und das Beste: die Alben gibt es gänzlich zum freien download auf deren Seite.

Pothead – Tuf Luv (2003)

Noch nie von denen gehört bis im Pirnaer Hanno ein Konzert als Ausweichgig mit denen angesetzt war. Riesige Boxentürme bis unter die Decke und ein seltsam-süßlicher Geruch in der Luft begrüßten mich. Der Name scheint Programm zu sein. Und wenn ein Sound es verdient als fett bezeichnet zu werden, dann der von Pothead. Tiefen Gitarrenakkorde und wummernde Bassläufe umrahmen gekonnt den markanten Gesang.

Forseti – Erde (2004)

Forseti aus Jena ist für mich persönlich DIE Band wenn es um deutschsprachigen Neofolk geht. Eindringliche Stücke die unter die Haut gehen gibt es zu hören, traumhaft schön arrangiert. Mit illustren Gästen wie Ian Read (Fire+Ice), Kim Larsen (:Of The Wand And The Moon:), Uwe Nolte (Orplid), B’eirth (In Gowan Ring) und Sonne Hagal wurde ein Album produziert welches für mich in dieser Zeit das vielleicht prägendste überhaupt war und den Abschluss des Schaffens von Forseti darstellte. Die Zusammenarbeit von so vielen namhaften Künstlern ist übrigens eine weit verbreiteter Sitte in der Neofolkszene. Man kennt und schätzt sich, und man hilft sich bei den Aufnahmen aus.

The Egyptian Gay Lovers – cazzo duro moto club (2004)

Schweine-Rock’n'Roll mit jeder Menge Super Sprit gepusht. Live gibt es zur Musik der ursprünglich aus Schiebock stammenden Junx immer ein ordentliches geschubse. Bei einem solchen Konzert wurde auch dieses Album erstanden, bzw. gab es das für die 5 Euro Eintritt mit dazu. Macht jede Menge Spaß der Silberling.

FabrikC – Gleichstrom (2005)

EBM-Industrial allererster Kajüte. Derbes Düstergehacke versetzt mit Sprachsamples aus verschiedensten Filmen. Geht gut ab. Alle Regler auf Anschlag und bei mir kommt Partystimmung auf.

Noisuf-X – Antipode (2005)

Ein Nebenprojekt von X-Fusion. Feinster Power Noise, voll auf die 12. Es darf getanzt werden. Clever ausgewählte Sprachsamples runden das Ganze ab.

Johnny Cash – American V (2006)

Ich gebe zu dass ich zu Johnny Cash wie wohl die meisten Leute meiner Generation erst über MTV gekommen bin. Da war er schon eine ganz große Nummer. Aber die wunderbar melancholischen Songs, die er auf diesem Album zum besten gibt, gehen vermutlich jedem ans Herz. Und erst einmal angefixt habe ich mir auch seine früheren Werke reingezogen und war begeistert. JC geht immer.

Proyecto Mirage – Gimme Your Energy (2006)

Melodisch-technioder Noise, treibende Beats und schrille Sirenen vereint zu einem Album, welches man trotz dieser wilden Mischung als massenkompatibel bezeichnen könnte. Beim Autofahren besser nur zu hören wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung aufgehoben und die Piste frei ist.

Rummelsnuff – Halt Durch (2008)

Derbe Strommusik aus Dresden. Als er 2008 irgendwann in der Presse gehypt wurde dachte ich mir nur “omg, watt fürn Freak is das denn”. Optisch eher der Bodybuilder, überzeugte mich erst sein Auftritt beim Sommerfest, und später seine durchaus intelligenten Texte auf diesem seinen Debutalbum. Es geht um das Alleinsein und die Sehnsucht, Liebe und so Kram halt. Unerreicht das Devo-Cover “Mongoloid”.

Portishead – Third (2008)

Mit den ersten Alben von Portishead konnte ich zu großen Teilen nix anfangen. Mal abgesehen von der wundervollen Stimme Beth Gibbons. Aber dieses Album ist für mich von vorne bis hinten ein gelungenes Meisterwerk. Wie bei Machine Gun zum Ende hin diese 80er-Jahre Synthieorgel einsetzt ist grandios. In jedem anderen Kontext würde das lächerlich wirken, aber dort passt das einfach.

Kirlian Camera – Odyssey Europa (2009)

Die Itanliener haben sich in ihrer nun bald schon 30jährigen Geschichte immer mal wieder neu erfunden. Und deswegen mag ich diese Box wirklich sehr. Denn die Zusammenstellung ihres Gesamtschaffens auf 4 Silberlingen deckt alle wichtigen Phasen ab. Eher popigere Sachen gibt es genau so zu hören wie geschrieene Vertonungen von deutschen Expressionisten. Und auch ihre Ausflüge in den Neofolk sind dokumentiert. Wenn ich hier das Wort “Düsterpop” in den Mund nehme, dann durchaus wohlwollend. Die wahre Wirkung entfalltet diese Kombo aber erst live.

Geschrieben von mortek

am 27. Februar 2010

Linkwurst #07

Links der Woche: Dieses Video weil es einen coolen Soundtrack hat und witzig ist. Und dieses Filmchen erklärt danach das Phänomen Chatroulette zwar mit einem Augenzwinkern, aber durchaus fundiert.

http://www.liveleak.com/view?i=1e8_1266354773
http://www.ruthe.de/frontend/index.php?pic=1163&sort=datum&order=DESC
http://englishrussia.com/?p=10714

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Geschrieben von mortek

am 26. Februar 2010

Die Sagen von den Zwergen im Cottaer Spitzberg

v. Burchardi in Poenicke, Album der Schlösser und Ritterburgen im Königreich Sachsen. Meißner Kreis. H. II. S. 23

Das früher den Burggrafen von Dohna gehörige Rittergut Cotta liegt am südöstlichen Rande der sächsischen Schweiz an einem Kalkmergelberge mit Basaltspitze an der nach Teplitz führenden Chaussee 1¼ Stunden von Pirna entfernt. Dieser sogenannte Cottaer Spitzberg, von dem man eine reizende Aussicht genießt, überragt den Ort selbst noch um 401 Fuß, und in diesem sollen noch heute einige Zwerge, sogenannte Querkse, hausen, die einzigen Ueberreste eines ganzen Volkes von gutmüthigen kleinen Wesen, die sowohl hier als im nahen Zwergloch des Hennersdorfer Wasserfalls wohnten. Einst hatte ein junges Mädchen, welcher einer derselben aus Liebe die Wohnung seiner Genossen am Wasserfalle gezeigt hatte, das Geheimniß in der Beichte verrathen, und in Folge dessen mußten alle fortziehen, worauf auch ihre Brüder aus dem Spitzberge sich ihnen anschlossen, mit Ausnahme der wenigen, welche zur Bewachung des großen im Spitzberge liegenden Schatzes zurückblieben. An einem düstern Novembermorgen, während ein dichter Nebel über der Erde lag, hörte man das Trippeln einer unzähligen Menge von kleinen Füßen, welche den Kirchweg herunter durch das Rottwernsdorfer Thal nach Pirna zogen und sich dort über die Elbe setzen ließen. Der Fährmann, der wegen des Nebels nicht sehen konnte, verlangte, als man ihm das „Hol’ über“ zurief, für jede Person einen Pfennig Fährgeld, und als er die kleinen Wesen übergesetzt hatte, da fand er soviele Pfennige in seinem Kahne, daß er sie nicht zählen konnte, sondern mit der Metze messen mußte und dadurch ein reicher Mann ward. Das Mädchen aber, welches das Geheimniß verrathen hatte, starb bald nachher an gebrochenem Herzen, doch Niemand weiß, ob jene einst, wie sie versprochen, wieder kommen werden, und dann der Bergbau im nahen Städtchen Berggießhübel wieder aufleben wird. Der Eingang zu der noch jetzt von den zurückgebliebenen Querksen bewohnten Höhle des Cottaer Berges ist nur alle 9 Jahre, wenn das umstehende Laubholz geschlagen ist, eine kurze Zeit und auch dann nur in beträchtlicher Entfernung vom Berge auf der südlichen Seite sichtbar, kommt man aber in die Nähe der wahrgenommenen Stelle, so ist die Oeffnung so mit Steinen versetzt, daß man irre wird und sie nicht wieder finden kann. Im Jahre soll aber die Höhle einen Tag lang für Jedermann offen stehen. Schade nur, daß Niemand weiß, wenn der Tag fällt.

Einst war eine Frau oben am Berge grasen, als gerade die Mittagssonne gewaltig heiß schien, so daß die Frau in das Gehölz ging, um etwas auszuruhen; da befand sie sich plötzlich vor einer offenstehenden Höhle, in welcher längs der Wände Bänke und in deren Mitte eine Tafel stand. Auf eine dieser Bänke setzte sie sich nieder, nahm aber dabei ihre Haube ab; nach einiger Zeit ging sie jedoch wieder an ihre Arbeit, vergaß aber ihre Haube mitzunehmen, und erst auf dem Heimwege dachte sie daran; sie kehrte zwar sogleich zurück, allein sie fand keine Höhle mehr und mußte ohne Haube nach Hause gehen. Da sie sich jedoch den Tag gemerkt hatte, wo ihr dies geschehen war, so kehrte sie das nächste Jahr an demselben Tage wieder an jenen Ort zurück, fand die Höhle offen, und auf demselben Orte, wo sie die Haube hingelegt hatte, da lag sie auch jetzt noch.

Ein anderes Mal ging eine Frau um Gras zu holen auf den Berg und nahm ihr kleines Kind mit, weil sie Niemand hatte, der es warten konnte. Auch sie fand die Höhle offen und darin eine Anzahl kleiner Männchen, welche sie bat, das Kind, während sie grase, in Obacht zu nehmen. Dies thaten diese auch, und als die Frau fertig war, gaben sie ihr ihr Kind zurück und außerdem eine Semmel, die sie, als sie nach Hause kam, in Gold verwandelt fand.

Einst ging eine arme Frau, die sich in schwerer Noth befand, auf den Cottaer Spitzberg, da trat aus dem Gebüsch ein kleines Männchen auf sie zu und drückte ihr ein Päcktchen in die Hand, welches sie aber vor Schrecken in die nahe dabei liegenden Steine schleuderte, später besann sie sich aber eines Bessern, kehrte zurück, fand zwar das Päcktchen nicht mehr, wohl aber unter den Steinen einige alte Silbermünzen.

Noch jüngst (1854) lebte in Cotta ein Mann, der behauptete, er sei als Knabe mit einem Schulkameraden auf dem Berge herumgeklettert und habe sich plötzlich vor der offenstehenden Höhle befunden; sie wagten aber nicht einzutreten, sondern liefen entsetzt den Berg hinunter, und konnten späterhin, trotz alles Suchens, die Stelle nicht wiederfinden.

Ebenso sah man in einer dunkeln Nacht drei Zwerge mit langen weißen Bärten in dem lange Zeit unbewohnten, nach der Abendseite gelegenen Eckzimmer des Cottaer Herrenhauses sitzen und bei dem in das Gemach fallenden Mondenlicht in einem großen Buche lesen. Vielleicht haben die öfters am Cottaer Berge gefundenen Bracteaten (oder Hohlmünzen) mit der darauf befindlichen Abbildung eines Mannes in sitzender Stellung und sehr dickem Kopfe Gelegenheit zu der Sage von den Schätze bewachenden Zwergen gegeben.

aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 150-153
Quelle: Wikisource

Geschrieben von mortek

am 24. Februar 2010

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Veröffentlicht in Heimatkunde

Listenwahn der 10er Jahre

Ein neues Jahrzehnt ist angebrochen und beinah hab ich vergessen, dass ich dringend noch eine Liste machen muss: die (für mich) wichtigsten Alben des letzten Jahrzehnts.

Ich geh mal stark davon aus, dass es sich sehr schwierig gestalten wird, da in diesem Jahrzehnt auch der größte Teil meiner musikalischen Sozialisation stattfand, also ich alles aufsog wie ein Schwamm. Aber probieren kann ichs ja mal:

in ungeordneter Reihenfolge:

Tool – Lateralus (2001)

Ein Album, das, trotzdem ich es kaum noch höre, immer in meiner All-Time-Favourite-Liste auftauchen wird. Es ebnete für mich den Weg zu härterer und komplexerer Musik. Was daran so fasziniert? Die etwas jenseitige Atmosphäre, skalpellscharfe Riffs, Kälte und Sterilität.

Mother Tongue – Streetlight (2001)

Die beste Life-Band aller Zeiten. Herzzereißend, – erwärmend. Rockend.

Echolyn – Cowboy Poems Free (2000)

Das damals lang erwartete Reunion-Album einer Band, die das ausgelatschte Genre des Retro-Prog neu erfand und durch irrwitzige Ideen auf eine neue Stufe hob.

(außerdem is das Album gut, weil der Keyboarder den Weg von Quietsche-Synthies zu analogen Tasteninstrumenten findet – zum Glück ;-) )

Oceansize – Everyone Into Position (2005)

Am 2. Album scheiden sich die Geister, sagt mensch. Nun, „Oceansize“ gingen den kompromisslosen Weg weiter in Richtung Alternativ-New Artrock-Postrock und schufen einen Monolith, der nichts weniger als ein Gesamtkunstwerk darstellt und im majestätischen „Ornament/The Last Wrongs“ gipfelt, welches sicher jedem eine Gänsehaut den Rücken runtertreibt.

Trentemøller – The Last Resort (2006)

Selbst wer nichts von elektronischer Musik hält, MUSS in dieses Album reinhören. Der beinah klassische Musikstil, der verpackt wird in zarten und zerbrechlichen Beats und Klangcollagen, gehört in jedes Regal!

Thrice – Vheissu (2005)

Wenn jede Band eine solche Bandbreite der Entwicklung hinlegen würde wie „Thrice“ dann würde das Business etwas anders aussehen, denke ich. Vom Hard- und Emocore über Artrock hin zu komplexem elektronischem Gedöhns. Aber dabei niemals seine musikalischen Wurzeln vergessen!

The Mars Volta – De-Loused In The Comatorium (2003)

Der talentierte Teil der auseinandergebrochenen Hardcore-Punk-Band „At The Drive-In“ legten den Grundstein für dieses Monstrum von Band. Während auf der Bühne stundenlange Impro-Sessions vorherrschen, befinden sich auf diesem Album relativ strukturierte Lieder.

„The Mars Volta“ gefallen sich darin, selbst kreierte Strukturen aufzubrechen und jammend zu erweitern. Und wer hätte das gedacht: es funktioniert.

So werden eher punkige Alternative-Rock-Lieder zu Momenten wo der Progressive Rock der 70er oder sogar Krautrock a la „Amon Düül II“ oder „Embryo“ hervorschimmert.

Tja, das wären sie eigentlich: die Wichtigsten. Doch ehrenhalber müssen trotzdem genannt werden:

Opeth – Ghost Reveries, Riverside – Second Life Syndrome, Porcupine Tree – Deadwing, Pain Of Salvation – Be, Beardfish – Sleeping in Traffic Pt.1, Kante – Die Tiere sind unruhig, Escapado – Hinter den Spiegeln, Bat For Lashes – Fur and Gold, Aereogramme – Seclusion, We Insist! – Oh! Things Are So Corruptible

Geschrieben von noNsense

am 23. Februar 2010

3 Kommentare

Veröffentlicht in Allgemein

ProEG ist wieder da

Ab kommenden Mittwoch (24.02.2010) wird eine alte Tradition des UNIWERK wieder belebt. Zur Mitte der Woche wird jeweils ganz unaufgeregt zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Thematisch wird immer etwas anderes geboten werden, los gehts es mit einem Spieleabend. Zukünftig sind dann auch Filmabende und vielleicht sogar musikalische Sachen angedacht.

Wer Lust hat sich ganz entspannt mit ein paar Freunden zu Musik, Spiel und Getränk zu treffen, der ist herzlich willkommen. 20 Uhr geht es immer los. Es wird um rege Teilnahme gebeten. Darum bitte weitersagen!

Geschrieben von mortek

am 22. Februar 2010

Linkwurst #06

Geschrieben von mortek

am 19. Februar 2010

“Dieses Video ist nicht rassistisch”

Weil wir grad schon ein politisches Lied hatten, hier noch eins. Diesmal vermutlich nicht ganz so ernst gemeint wie das vorherige. Oder nicht, oder wie. Ich weiss nicht…

Geschrieben von mortek

am 19. Februar 2010

Karen Eliot & The Antifa Swingers – Dresden Neustadt 2010 – Blockadesong

löl

Geschrieben von mortek

am 16. Februar 2010

Schönes Ding, gerne wieder

Gestern war ein schöner Tag. Weniger des Wetters wegen, aber dass zum ersten mal der Marsch der Nazis durch Dresden verhindert werden konnte hat mich gegen Abend mit einem angenehmen Gefühl wieder nach Hause fahren lassen. Abgesehen mal davon dass genau wie bei der Hinfahrt die Bahn gerammelte voll war mit Kameraden und Kameradinnen. Während die sich tagsüber aufgrund der erfolgreichen Blockaden tausender Antifaschisten vor dem Neustädter Bahnhof die Füße in den Bauch stehen mussten, haben sie es nach ihrer Rückkehr nach Pirna ebenda bei einer Spontandemo noch mal ordentlich krachen lassen. Parolen skandierend zogen sie durch die Stadt und demolierten auf der Langen Straße auch das Büro der SPD.

Bleibt zu hoffen dass es in den nächsten Jahren genau so gelingt Naziaufmärsche zu blockieren. Und dass vielleicht der ein oder andere Bürger, der sich dieses Jahr noch in die wegen der schönen Bilder zwar mediengerechte, aber ob der Wirkungslosigkeit total sinnlosen Menschenkette eingereiht hat, sich das nächste mal lieber aktiv an der Behinderung solcher Aufmärsche beteiligt.

Eine schöne Zusammenstellung  von Berichten, Bildern und Videos gibt es auf der Gedankenschubla.de.

NS: über die dummen Versuche der Polizei, potenzielle Protestierer nicht über die Elbbrücken zu lassen sag ich mal besser nichts. Mit einer miesen Lüge gelang es mir ja schliesslich trotzdem.

NNS: Die schlechten Bilder von meinem mobilen Bloggade-Versuch bitte ich zu entschuldigen. So ganz optimal ist das gewählte Tool dann doch nicht gewesen. Muss ich noch dran arbeiten…

NNNS: Rappelsnut hat schicke Bilder von der Blockade des Albertplatzes gemacht.

Geschrieben von mortek

am 14. Februar 2010

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Veröffentlicht in Das Tagebuch

DD – The same procedure as every year? Ein Kurzbericht…

Da kann ich nur sagen: nein! Ich traute meinen Augen kaum, als sich tatsächlich früh zur Unzeit von 9.00 Uhr, sich hunderte Menschen langsam auf die Kreuzung schlichen und diese, verstärkt durch viele andere, die aus dem Nichts kamen, innerhalb von einer Viertelstunde komplett dicht war. Stimmung war gut und da wars nichmal so schlimm, dass die Polit-Sekte MLPD da war und mit ihrer kleinen Band Klassiker wie „Bella Ciao“ schmetterte. Heute galt es einfach mal mit den kleineren Übeln gegen das große Übel vorzugehen. Nach einer Stunde entschloss mensch sich schließlich (zu Aufwärmzwecken und in dem Bewusstsein, dass die Blockade wahrscheinlich halten wird) sich zu bewegen und lief im Grüppchen zur Blockade in der Hansastraße, deren Stimmung, vermutlich wegen Fehlens eines Lautis eher getrübt war. Dort trafen dann verschiedene Hiobsbotschaften ein, einerseits das Gerücht, dass das AZ Conni von Nazis angegriffen wird, die durch das Hechtviertel laufen und schließlich, dass die Straße weiter runter 2000 Nazis in unsere Richtung kommen. Die Stimmung blieb daher gespannt und die Blockade schön beisammen. Nunja, im Endeffekt machte die Polizei ihren Job und so standen sich schlussendlich alle Nasen am Neustädter Bhf. ihre Beine in den Bauch.

Was sich aber rächen sollte: in Gera und Pirna ließen hunderte frustrierte Nazis ihr Wut aus und randalierten durch die Städte.

Nunja. Fest steht jedoch, dass zum ersten Mal der größte Naziaufmarsch Europas vollständig blockiert werden konnte. Eine ganz große Leistung von Allen!

P.S.: Helma Orosz, ihres Zeichens OB von Dresden, wirkte in den Abendnachrichten nicht so erfreut über die Blockaden. :-P

Geschrieben von noNsense

am 14. Februar 2010

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