Archiv für September, 2009

Wählen gegangen worden…

Am Sonntag haben wirs endlich hinter uns gebracht: der letzte Wahlgang für die nächsten vier Jahre. Damit hätten wir ja auch unsere demokratische Pflicht erfüllt und können jetzt die folgenden Jahre gedankenverloren vor uns hin leben.

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Was haben sie einen aber auch genervt! Plakate mit „Geh wählen“-Slogans, TV-Spots, in denen drittklassige Prominente aufrufen, die Stimme abzugeben. Es macht immer mehr den Eindruck, als dass es immer weniger um Politiker_innen und ihre Inhalte, sondern vermehrt nur um den einfachen Akt des Kreuzchen-Machens geht. Nicht mehr die Parteien präsentieren sich und werden gezwungen, zu sagen, was sie wollen. Dies ist Teil der entwickelten Ideologie: Das Gesicht der Macht (in Form von Parteien) wird durch Gesichter der Ohnmacht eingetauscht (die, der Wähler_innen).

Es scheint, als wäre dies nur eine demokratische Variante jener Politisierung der Gesellschaft, die Herbert Marcuse dereinst für den Nationalsozialismus diagnostizierte: Die Wahl selbst wird zum Zustimmungsakt, dem das prinzipielle Einverständnis mit der bestehenden Ordnung immer schon vorausgeht.

Hauptsache, das parlamentarisch-bürgerliche System darf sich als legitimiert betrachten.

„Der Trommel hinterher trotten die Kälber,

das Fell für die Trommel liefern sie selber.“

Die Parteipolitik gab sich noch nicht mal den Anstrich, mit Inhalten glänzen zu wollen. Die CDU „hat die Kraft“, die Grünen wollen die Krise mit Grün besiegen (ist es das, was ich denke?), von der SPD war (jedenfalls in dieser Stadt) nix zu sehen.

Eine solche Entpolitisierung von Parteien ist zwar tendenziell schon zu beobachten gewesen, halte ich auch für begrüßenswert, kann aber nicht in ihrem eigenen Interesse liegen, oder?

Vielleicht begreift irgendwann doch jemand, dass Politik nicht in Parteien und Parlamenten stattfindet, sondern jeden Tag zwischen Menschen zuhause oder in der Fußgängerzone (das was immer als „vorpolitischer Raum“ abgetan wird).

Und die Entpolitisierung geht weiter: Horst-Schlämmer-Partei, APPD, DIE PARTEI – alles Abbilder ein und derselben Ordnung. Nicht mehr der satirische Akt der Rebellion. Inzwischen spielen auch die Discounter unseres Vertrauens mit den Wahl-Metaphoriken („Die real,-Spartei“).

Ist es das, was Michel Foucault als „Gouvernementalität“ bezeichnete? Das Handeln, um des Handelns willen. Weil es gut ist, zu wählen, wer dich regiert, in dem Glauben, dass du dich selbst regierst, tust du es auch. Das, jedoch, ist die Erhaltung der bestehenden Ordnung.

Geschrieben von noNsense

am 29. September 2009

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Nicht nur für chinesische Küchenchefs

Einen Scheiß gibt es im Netz zu kaufen, man fasst es ja nicht. Wenn ich folgendes nicht durch einen Link belegen könnte, würdet ihr bestimmt denken ich habe vom falschen Baum geraucht. Ich wollte es ja auch erst nicht glauben. Aber bei Amazon gibt es tatsächlich eine “blutige, gehäutete Katze” zu kaufen. Aus Latex zwar, trotzdem etwas wunderlich wie ich finde. Und die Produktbeschreibung erst:

Dass eine schwarze Katze Unglück bringt, ist hinreichlich bekannt. Deshalb ist es kein Wunder, dass dieser hier das Fell über die Ohren gezogen wurde. Die frisch gehäutete Katze vom Friedhof der Kuscheltiere ist ein krass realistisches Dekorationsstück wie es sonst nur für Film und Fernsehen hergestellt wird. Ausser chinesischen Küchenchefs dürfte noch niemand derartiges gesehen haben. Die Katze eignet sich hervorragend als Schock-Einlage für den Kühlschrank, den Backofen oder für jeden Katzenliebhabers Stilles Örtchen.

blutige, gehäutete Katze

Hier klicken um sich selber zu überzeugen dass ich mir das nicht ausgedacht habe.

Nachtrag:

Da klicke ich mich nach dem schreiben dieses Artikels noch durch den “Halloween Gore Store” bei Amazon, da stolpere ich über eine Adolf Hitler Schaumlatex Maske.  Die Artikelbeschreibung ist ja nochmal viel krasser als bei der Katze:

Das nicht nur die Amerikaner Massenmörder wie Georg W Bush hervorbringen, dürfte allgemein bekannt sein. Deswegen darf in der Sammlung der schrecklichsten Gestalten der Geschichte natürlich auch ein gefürchteter Östereicher / Deutscher nicht fehlen. Adolf H. dessen Charakter durch Zorn und Größenwahn gezeichnet war, kommt hier als Foamlatexmaske. Die Maske des brutalen Diktators ist ideal für alle Art von Gelegenheiten, zur Demo gegen Neonazis, um im Osten einen Kostümwettbewerb, gesponsert durch die Gemeinde zu Gewinnen oder um bei Edmund Stoiber in Wolfratshausen zum Frühstück eingeladen zu werden.

Wer bitte schreibt bei diesem Internetversandhaus die Produktbeschreibungen? Haben die dort was falsches geraucht? Seltsam seltsam…

Geschrieben von mortek

am 23. September 2009

Kling Klang

Ich habe ja letztens schon mal die ToneMatrix vorgestellt. Dies hier ist der große Bruder. Man kann mit den Feldern rechts verschiedene Klänge bzw. den Drumcomputer (ganz unten) auswählen, die jeweilige Lautstärke anpassen, global das Tempo regeln und so ganz einfach verträumte Minimaltracks erstellen. Netter Zeitvertreib, einfach mal Play drücken oder selber loslegen.

Geschrieben von mortek

am 22. September 2009

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Porcupine Tree – ein Abriss

Es ist wieder soweit: ein neues „Porcupine Tree“-Album erblickt das Licht der Welt. Und viele der Fans hoffen, dass es der „Vorfall“ wird, den der Albumtitel verspricht.

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Warum der Pessimismus? Tja, inzwischen scheinen die, von Band-Songschreiber Steven Wilson gegangenen Pfade durchgelatscht zu sein. Die Gefahr der Wiederholung wird akut.

Zwar hat sich der Stil durchaus verändert über die Jahre: während „The Sky Moves Sideways“ (1995) und „Signify“ (1996) die schwebend-wabernde Pink-Floyd-Hommage der Frühphase der Band zum Höhepunkt führte, führte der Weg stringent weiter hin zu kohärenteren Songstrukturen. So folgte 1999 mit dem Erscheinen von „Stupid Dream“ in logischer Konsequenz ein perfektes Pop-Album, dass sich trotzdem seiner Wurzeln bewusst war. Diese Stufe wurde schließlich mit „Lightbulb Sun“ (2000) perfektioniert.

Doch, was hätte der Start in ein mainstreamhörigeres Publikum hätte sein können, sollte nicht sein. Der Drummer Chris Maitland stieg aus und nahm seinen perkussiven Beitrag zur Musik mit. Es kamen Jahre der Selbstfindung, wo Fans nur über spärliche Livealben (Metanoia, Warszawa) erfuhren, dass die Band noch existiert.

Womit niemand gerechnet hätte, kam 2003: „In Absentia“. Ein Album, dessen Härte (emotional, wie auch instrumentell) alles bisherige von „Porcupine Tree“ in den Schatten stellte. Die gefühlvolle und doch technisch verspielte Art des neuen Schlagzeugers Gavin Harrison fügte (und fügt sich) perfekt in den Sound ein. Neue Fan-Schichten erschlossen sich, während sich die „alte Garde“ entsetzt abwandte. Und sie sollten nicht wieder angelockt werden, denn die nächsten Alben sollten kompromisslos bleiben. „Deadwing“ (2005) und „Fear of a blank planet“ (2007) glänzten durch durchstrukturierte Unstruktur, die durch Gastmusiker, wie Adrian Belew (King Crimson) oder Alex Lifeson (Rush), ergänzt wurde.
An diesem Punkt konnte man dennoch wieder erkennen, dass das Konzept, das Steven Wilson musikalisch verfolgt, nicht mehr lange so weitergehen kann. Zu vorhersehbar waren Akkordfolgen und Gesangsharmonien geworden. Einen letzten Lichtblick stellte die EP „Nil Recurring“ dar, die in 4 Songs auf den Punkt brachte, worum es bei „Porcupine Tree“ geht: Anspruchsvolle und technische Lieder, die dennoch Gefühle rüberbringen können.

Umso gespannter war man, was denn nun kommen sollte. Eine Doppel-CD sollte es werden. Aha, dachte man sich im Vorfeld: kriegt der Wilson nicht genug oder was? Nunja, man soll den Abend nicht vor dem Kater am Morgen loben, also hören wir doch mal rein!

Es ist in der Tat massiv, was einen hier überrollt! CD 1 wartet mit einem 50-minütigen Longtrack auf, der so ziemlich alle Trademarks aufweist, die „Porcupine Tree“ so zu bieten hat: wabernde, rockende und schwere Parts, elegische Soli, poppiges, metalliges und einfach nur Singer-/Songwriter. Was mich am meisten freut, ist, dass der Anteil von bratzelnden E-Gitarren zurückgeschraubt wurde. Sie waren oft maßgeblich der Grund dafür, dass die kunstvoll gestalteten, aber zerbrechlichen, Klangwelten zu Bruch gingen.
Doch was gibt’s es denn eigentlich weiter zu sagen?

Jetzt brauch kein Album mehr kommen! Das Beste, was die Band kann, ist in dieser Suite vereinigt.

Widmen wir uns CD 2. Es erwarten uns Lied-für-Lied-getrennte homogene Tracks, die durchaus Potential für neue Wege bereit halten. Während „Flicker“ noch konventionelle Wege geht, überrascht „Bonnie the Cat“ mit rythmischem Sprechgesang und schrägen Synthesizern. Schön morbide!

Allgemein könnte man hier die Vermutung anstellen, dass Wilson tatsächlich seine Bandkollegen mehr in den kreativen Prozess eingebunden hat. Vor allem Richard Barbieri (Keyboards, Synthesizer) scheint sich sehr eingebracht zu haben, was absolut positiv ist, denn seine geschmackvollen Sounds sind einzigartig in der Welt der Synthesizer!

Hoffen wir, dass dieses Album bedeutet, dass die Band sich von den Erwartungen der Fans frei geschwommen hat und man sich ab jetzt neuen Ideen widmen kann.
Doch was ist jetzt dieses Album? Nicht mehr und nicht weniger als ein fettes Ausrufezeichen, das regelrecht schreit nach einem nachfolgenden Satz!

11/15 Punkte

Geschrieben von noNsense

am 21. September 2009

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Auf falschem Kurs? Eine Frage des Standpunktes.

Heute mal wieder ein politisches Thema. Genau genommen will ich ein paar Gedanken über die PIRATEN-Partei loswerden. Diese stellt in meinem Freundes- und Bekanntenkreis einen durchaus relevanten Diskussionsstoff dar. Die Meinungen reichen von “Ja, find ich gut und wähl ich”, über “Find ich im Grunde gut, aber die sind mir derzeit noch zu inhaltsleer” bis hin zu “Das sind doch die mit den Nazis, oder?”.

Auslöser für meine Schreiberei hier war dieser Artikel bei Herrn Rappelsnut: Klar machen zum Kentern?. Darin geht er öffentlich auf Distanz zu den Piraten. Grund dafür (bzw. der letzte Tropfen im übervollem Fass) ist ein vom stellvertretenden Parteivorsitzenden der Piratenpartei gegebenes Interview für die Junge Freiheit. Auch der Parteivorsitzende hat wohl einen Fragebogen für die JF ausgefüllt. Wer die JF nicht kennt: diese Postille ist der Neuen Rechten zuzuordnen. Aber wer nicht in der Linken Szene/Antifa sozialisiert wurde muss nicht auf Anhieb wissen wo diese Zeitung zu verorten ist. Von daher möchte ich das Nichtwissen darum niemanden negativ ankreiden. Zudem sich die Piraten in guter Gesellschaft befinden, gaben doch bereits Vertreter fast aller großen Parteien und gesellschaftlich durchaus angesehene Persönlichkeiten  der JF Interviews. Um mit Bahr, Kishon, Scholl-Latour und Knobloch nur mal ein paar zu nennen. Und auch wenn sich der Piraten-Vize Andreas Popp im Nachhinein davon distanziert und auf (legitime) Unwissenheit plädiert, scheint es für die Kritiker doch ein neues Mosaiksteinchen zur Beweisführung einer Rechtslastigkeit der Piraten zu sein.

So wird u.a. in einem von Rappelsnut verlinkten Artikel moniert, dass die Piraten im Nachgang zur Kündigung eines Grünen Bundestagabgeordneten bei abgeordnetenwatch.de die NPD verteidigen würden:

Richtig ekelhaft wird es jedoch, wenn man ins inoffizielle Piratenforum auf Heise* schaut. Hubertus Grass, Grünen-Bundestagskandidat, hatte seinen Account auf Abgeordnetenwatch gekündigt, weil diese auch der NPD eine Plattform bieten, ihre Ansichten zu verbreiten. Dort wird von den Piraten fast ausnahmslos die NPD verteidigt, Hubertus Grass als Antidemokrat beschimpft und Abgeordnetenwatch gefeiert.

[ * Anmerkung von mir: gemeint ist vermutlich heise.de/tp, ein Online-Magazin Namens Telepolis zu netzpolitischen Fragen, Datenschutz, wissenschaftlichen Themen, Kulturkritik, Politik und Medien. Dort kann man zu den jeweiligen Artikeln in Foren diskutieren, was auch ausgiebig getan wird. Inwieweit die vermeintlichen Piraten wirklich aus den Parteistrukturen stammen ist für mich nicht nachprüfbar.]

Dazu, und das auch gerne ganz losgelöst von der Piraten-Sache, möchte ich feststellen: Es ist Eure verdammte Demokratur die der NPD ein Dasein als demokratisch legitimierte Partei ermöglicht. Entweder ihr macht Gesetze die dererlei Strukturen und Verbindungen verbietet (die Meinungfreiheit zu beschneiden würde prima in den aktuellen politischen Mainstream passen), oder ihr lernt damit umzugehen. Klar, es gab schon ein Verbotsverfahren. Dieses scheiterte grandios, weil der Vorstand der NPD wohl zu großen Teilen aus VS-Spitzeln besteht. Spricht 1A für diesen Rechtsstaat. Aber solange die NPD von diesem unseren System legitimiert ist muss man einen gesunden Umgang mit ihr an den Tag legen. Die Arme zu verschränken, mit dem Fuß aufzustampfen und schmollend zu sagen “Mit den Schmuddelkindern spiel ich nicht”, das ist aus meiner Sicht kein gangbarer Weg. Ich rede dabei nicht von einer wie auch immer gearteten Zusammenarbeit. Aber man muss diese Leute an die Wand diskutieren, ihnen argumentativ das Wasser abgraben und die unsägliche Dummheit ihrer Inhalte im Diskurs deutlich herausarbeiten. Das ist nicht einfach, aber allemale besser als sie aus dem politischen Geschehen ausblenden zu wollen.

Ich persönlich finde das Verbote stinken, darum bin ich auch gegen ein NPD-Verbot. Eine Demokratie darf es sich nicht zu einfach machen und unliebsame Standpunkte einfach gesetzlich untersagen. Die NPD-Aktivisten und deren braunes Gedankengut verschwinden dann ja auch nicht einfach so. Man muss sich diesen Inhalten stellen.

Freiheit nur für die Anhänger der Regierung, nur für Mitglieder einer Partei – mögen sie noch so zahlreich sein – ist keine Freiheit. Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden. Nicht wegen des Fanatismus der »Gerechtigkeit«, sondern weil all das Belebende, Heilsame und Reinigende der politischen Freiheit an diesem Wesen hängt und seine Wirkung versagt, wenn die »Freiheit« zum Privilegium wird.

Rosa Luxemburg

Zwischendurch noch angemerkt: glaubt ihr Gutmenschen eigentlich dass alle NPD-Wähler hirnlose Zombis sind? Damit würdet ihr es euch genau so einfach machen wie die. Ich sehe es so, dass diese Leute einfach nicht von den derzeitig gelebten politischen Inhalten der großen und kleinen “demokratischen” Parteien angesprochen werden. Genau so wenig wie die Leute die gleich gar nicht zur Wahl gehen. Fällt niemanden auf dass da was gehörig schief läuft? Ich will jetzt nicht dass die Parteien, wie derzeit und in der Vergangenheit schon im rassistischen Wahlkampf der CDU/CSU praktiziert, am rechten Rand fischen. Aber es kann doch nicht sein dass sich die etablierten Parteien damit begnügen aller 4 Jahre ihre Pappen zu hängen und ansonsten so gar nicht auf die vermeintlichen Sorgen und Nöte dieser Leute eingehen, und ihnen klar machen dass die Inhalte und Positionen der NPD strunzdummer Unsinn sind.

Ich höre jetzt die ersten  schon aus dem Hintergrund krakeelen “der mortek, der macht schon wieder Querfront”. AM ARSCH! Nur sehe mit Freude dass sich mit den Piraten eine politische Kraft im Lande etabliert, die sich über dieses verkackte Rinks-Lechts gemache stellt, und weitestgehend völlig Ideologiebefreit agiert. Quasi die verkörperte Erschließung der dritten politischen Dimension. Die taz geißelt oben genanntes Interview mit der JF als “ideologisch problematisch”. HURRA möchte ich statt dessen ausrufen. Nicht weil ich die JF so toll finde (genau genommen findet diese Zeitung in meiner Welt nicht wirklich statt), sondern weil eingefahrene Grenzen ganz dreist übertreten werden.

Darum mein Ausruf: Gegen jede Ideologie, für den Idealismus!

Ich verachte Ihre Meinung, aber ich gäbe mein Leben dafür, dass Sie sie sagen dürfen.

Evelyn Beatrice Hall

Zu dem Vorwurf dass das Parteiprogramm der Piraten inhaltlich nicht so viel hergibt bleibt zu sagen, dass mir ein Programm welches nur die mir wichtigen Themen abdeckt allemal lieber ist ein ein aufgeplustertes Wahlprogramm, wo Bürgerrechte, informelle Selbstbestimmung, Transparenz der staatlichen Institutionen, Reform von Urheber- und Patentrecht sowie Bildung entweder gar nicht, oder nur als Füllthemen vorkommen. Niemand geht doch wohl wirklich davon aus die Piraten nach der Wahl als stärkste Kraft im Reichstag sitzen zu sehen. Insofern geht das für mich in Ordnung nur die wichtigsten und ansonsten vernachlässigten Schwerpunkte im Programm der Piraten zu finden.

Ich wähle diesmal trotzdem nicht die Piraten. Denn leider stehen die nämlich in Sachsen nicht auf dem Wahlzettel. Mangels ansprechender Alternative wird mir wohl wieder nichts anderes übrig bleiben, als wie gehabt meine Stimme zu entwerten und ungültig zu wählen. Besser als zu hause zu bleiben, oder einen faulen Kompromiss einzugehen. Wer Scheiße frisst der stinkt!

Geschrieben von mortek

am 19. September 2009

Einmal pupsen = 50 Euro

In Österreich sollte man besser aufpassen in wessen Gegenwart man gedenkt zu flatulieren.  So wurde kürzlich ein junger Mann zu 50 Euro Strafe verdonnert.

Zu dem Vorfall war es Ende Juli bei einem Zeltfest in Frohnleiten gekommen. In der Anzeige heißt es: “Sie haben einer Amtshandlung der Polizei als Unbeteiligter beigewohnt und neben den Beamten und den beteiligten Personen einen Darmwind gelassen, was unter den Anwesenden zu großem Gelächter geführt hat.”

Quelle und vollständiger Artikel

Ich stelle mir das den ganzen Tag schon bildlich vor, und muss die ganze Zeit lachen…

Geschrieben von mortek

am 17. September 2009

Rette Deine Freiheit

Ein schön gemachter Film. Hintergründe und Erläuterungen zu den einzelnen im Video angesprochenen Punkten finden sich auf RetteDeineFreiheit.de.

Geschrieben von mortek

am 16. September 2009

Die Datenkrake ist unterwegs

Laut dieser Seite ist im Laufe diesen und nächsten Monats Google mit seinen Kameraautos im Landkreis unterwegs, um Aufnahmen für den nicht ganz unumstrittenen Street View Dienst zu machen. Wenn ihr also so eine Karre rumfahren seht dann bitte ich um kreative Grüße in eins der Objektive ;)

Street View Auto

Bild: Axel Mauruszat cc

Geschrieben von mortek

am 14. September 2009

Es weihnachtet schon wieder

Der heutige 11. September war zwar ein wunderschöner Tag, aber eine Sache stieß mir dennoch höchst unangenehm auf: im Supermarkt stehen schon wieder die ersten Weihnachtsfressalien herum. Und zwar sah ich im Kassenbereich mit Schokolade überzogene Lebkuchensterne und billigen Glühwein um die Gunst des Käufers buhlen.

Das wird jedes Jahr früher, oder täuscht das nur? Um das längerfristig zu beobachten dient dieser Beitrag hier. Ich werde mich in einem Jahr vergleichend darauf beziehen, und dann werden wir sehen ob der Christkindgeburtstagsterror Jahr für Jahr früher einsetzt.

Geschrieben von mortek

am 11. September 2009

3 Kommentare

Veröffentlicht in Das Tagebuch

Hafftmann Magenbitter

Bei vielen als die Absturzlösung schlechthin verschrieen, muss ich jetzt doch mal Stellung beziehen: mir schmeckt das Zeug.

Hafftmann Magenbitter

Geschrieben von mortek

am 8. September 2009

3 Kommentare

Veröffentlicht in Das Tagebuch

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