Archiv für Februar, 2009

Evolutionstag statt Christi Himmelfahrt!

Die Giordano Bruno Stiftung startet eine Petition, wonach der bundesweite Feiertag “Christi Himmelfahrt” durch einen sogenannten Evolutionstag ersetzt werden soll. Bin ich dafür, die Gründe können sich sehen lassen:

1. „Christi Himmelfahrt“ ist einer der neun bundeseinheitlich geltenden Feiertage. Der an seine Stelle tretende „Evolutionstag“ könnte somit ebenfalls bundesweit gefeiert werden.

2. An „Christi Himmelfahrt“ unternehmen heute viele Familien Ausflüge in die Natur. Angemessener kann ein „Evolutionstag“ kaum begangen werden!

3. Die Mehrheit der in Deutschland lebenden Christen glaubt nicht mehr an das Glaubensdogma der leiblichen Auffahrt Jesu in den sogenannten „Himmel“. Es bietet sich daher an, an die Stelle eines überkommenen Mythos, an den nur noch eine verschwindende Minderheit zu glauben vermag, einen Gedenktag zu setzen, der von der Mehrheit der hier lebenden Menschen nachvollzogen werden kann.

4. Es gibt in Deutschland mittlerweile mehr konfessionsfreie Menschen als Katholiken oder Protestanten. Auf das konfessionsfreie Drittel der Gesellschaft müsste aus Fairnessgründen auch ein Drittel der gesetzlichen Feiertage zugeschnitten sein. Davon sind wir jedoch noch meilenweit entfernt! Die Umbenennung von „Christi Himmelfahrt“ in „Evolutionstag“ wäre ein erstes Anzeichen dafür, dass dieser Staat in seiner Feierkultur nicht nur gläubige Christen respektiert, sondern auch die vielen Millionen Bundesbürger, die eine dezidiert säkulare Weltsicht vertreten.

Sogar ein Video gibt es zur Aktion, schon das zweite Affenvideo auf mortek.de.

Für mehr Infos zum Ganzen bitte hier entlang.

Geschrieben von mortek

am 25. Februar 2009

1 Kommentar

Veröffentlicht in Allgemein

Tysk og venner vs. EOK

Diesen Freitag ist es soweit, nach langer Pause gibt sich der Herr Tysk og venner im Gewölbe des Hanno Günter Heimes in Pirna wieder die Ehre.
Was das bedeutet? Nach einer langen Durststrecke endlich mal wieder so richtig geile Musick im Hanno! Gemeinsam mit EOK wird das beste aus der Punkgeschichte* zelebriert, und die Mauern in ihren Grundfesten erschüttert. Der gemeine Schimmelpunker wird genau so auf seine Kosten kommen wie der tierrechtsbewegte Kopfpunk, der Altpunk der schon die Pistols bei ihrem ersten Auftritt scheisse fand wird ebenso Anlass haben das Tanzbein zu schwingen wie der jungsche Kidpunk, der einem toten Kult endgültig die Kugel gibt.
Also wer sich das entgehen lässt hat entweder was besseres vor, oder ist an der Bar hängengeblieben.

Ich hoffe man sieht sich!

* Was “Punk” ist wird von den Herren DJ’s an dem Abend nach Lust und Laune entschieden.

Geschrieben von mortek

am 24. Februar 2009

Fast übersehen:

Hiermit möchte ich dem Herrn noNsense zum 1000sten Kommentar hier auf mortek.de gratulieren!

Seit fast genau 4 Jahren (den einen Monat der fehlt lass ich jetzt einfach mal unter den Tisch fallen) schreibe ich nun allerlei Sinn- und Unsinnige Sachen in Form eines Weblogs. Davor schon betrieb ich eine statische Seite, und ehe ich die von Hand schrieb benutzte ich so geile Hilfsmittel wie Frontpage von Microsoft. Ja, ich stehe dazu.
Aber irgendwann reihte ich mich dann in die Riege der zuvor von mir belächelten Blogger ein, das war recht praktisch dann und mit WordPress habe ich von Anfang an auf eine größtenteils solide Plattform gesetzt.

Im Laufe der vier Jahre hier haben so etwa 30.000 Menschen die Seite besucht. Im Moment sind es so zwischen 1000 und 2000 im Monat (manchmal auch etwas mehr), und es verfolgen derzeit durchschnittlich 20 Leute das Geschehen auf der Seite via RSS.

Auf Platz 1 der meistbesuchten Ressourcen liegt mit weitem Abstand mein mittlerweile begrabenes Projekt “Sterben macht frei“, welches zwar unter einer eigenen Domain zu erreichen war, aber praktisch nur eine Unterseite von mortek.de darstellte. Platz 2 der meistbesuchtesten Seiten und gleichzeitig mit verschiedenen Kombinationen von Suchbegriffen ganz oben auf der Liste der über Suchmaschinen aufgerufenen Artikel ist eine kurze Abhandlung über die Geschichte eines angesagten Modehauses mit der wunderbaren Überschrift “Warum sahen SS-Uniformen so cool aus?“. Platz 3 schliesslich belegt der Fotobericht vom Force Attack 2007.

Wie wir sehen, ein wilder Mix von Themen und Besuchern. Ihr da draussen, ihr stillschweigenden Mitleser: fühlt euch hiermit aufs herzlichste gegrüßt :-]

Geschrieben von mortek

am 20. Februar 2009

Vormerken:

MONO FÜR ALLE! spielen am 7.3. in der Chemiefabrik.

Geschrieben von mortek

am 18. Februar 2009

Nationalisten in die Tonne kloppen

Das man sich als Antifabündnis damit begnügt völlig ab vom Schuß eine Kundgebung zu machen und einem schlechten Abklatsch von Deichkind zu lauschen (weiss jetzt nicht ob das nun Egotronic oder Frittenbude war), während so etwa 1000 Nazis durch die Stadt laufen, na das stört mich weniger. Den Leuten von Venceremos ging es schon immer nur darum, irgendwo Abkotzdemos hinzurotzen. Hauptsache laut, hauptsache anti. Warn eh alles Nazis damals, ein individuelles Gedenken der Einwohner Dresdens darum völlig unmöglich. Also mal alle Regler auf Anschlag. Sich den Nazis in den Weg stellen? Och nö, morgen vielleicht. Aber nur wenns Wetter passt.

Reg ich mich überhaupt nicht mehr auf über diese Leute.

linke Nationalisten

Was mich aber aufregt, ist dieses verkackte schwenken von Nationalflaggen. Da kommt mir ne Dauerwurst. Zum Glück gab es noch ein paar Menschen die sich auch daran störten. Aber die waren nicht von hier. Habe kurz versucht denen auf englisch klar zu machen dass nicht alle Leute das mit den Fahnen so toll finden. Die sind dann aber ziemlich zügig von der Kundgebung abgehaun.
Jetzt sitz ich hier und überlege, was besagte Leute zu Hause über ihre Erlebnisse auf einer Antifademo in Deutschland erzählen werden. Ihrer aufrichtigen Empörung nach zu urteilen (“stupid nationalist motherfuckers”, “idiots”, “assholes” u.ä.) wird es sowas wie “alle bekloppt dort in D-Land” sein. Und ich kann es ihnen nicht verdenken.

Meistens ist es mir schweissegal, aber manchmal schäm ich mich Deutscher zu sein….

Ich hoffe dass es morgen zu sinnvolleren Aktionen kommt :)

Geschrieben von mortek

am 14. Februar 2009

3 Kommentare

Veröffentlicht in Das Tagebuch

Alles nur geklaut

Jemand der schlauer ist als wie ich hat einmal gesagt “Wenn etwas bei Wikipedia nachzulesen ist bedeutet das nur, dass es jemand da reingeschrieben hat”. Man soll also das dort, und auch generell im Netz, geschriebene immer hinterfragen. Erst recht als Journalist.
Das wird durch diesen Beitrag beim BILDblog wieder einmal sehr deutlich. Da wird dokumentiert, wie ein Schelm wenige Stunden vor dem Amtsantritt des Herrn Karl-Theodor zu Guttenberg als Bundeswirtschaftsminister dessen Wikipediaartikel bearbeitet hat, und dem Lackschuh von und zu einen 11. Vornamen dazudichtete.
Ein kleiner Scherz, nicht weiter schlimm könnte man nun meinen. Aber es haben halt elendig viele Medien diesen Fehler übernommen (Handelsblatt.com, heute.de, rp-online, Spiegel Online, das RTL-Nachtjournal, die taz, die Rheinische Post, die Süddeutsche Zeitung und natürlich die BILD). Und es kommt noch besser: eine Korrektur bei Wikipedia wird mit Bezugnahme auf den fehlerhaften Artikel bei Spiegel Online wieder zurückgenommen. Denn wenn die das so schreiben muss das ja stimmen.

Wenn es nicht so traurig wäre könnte man ja drüber lachen….
(ich tat es trotzdem)

Geschrieben von mortek

am 10. Februar 2009