Gut Ding will Weile haben


Rückblende:

Wir schreiben das Jahr 2002. Die Deutschmark wird durch den Euro ersetzt, Angela Merkel überließ Edmund Stoiber den Vortritt bei der Kanzlerkandidatur, das KL Guantanamo nimmt seinen Betrieb auf, und in Erfurt erschiesst Robert Steinhäuser 16 Menschen und sich selbst.
Aber das war alles nix, das einschneidenste Erlebniss für viele war sicher die sogenannte Jahrhundertflut. Mitte August trat die Elbe nach anhaltenden Regenfällen im Erzgebirge und Riesengebirge über die Ufer und setzte weite Landstriche unter Wasser. In Pirna waren 10,58m Flußpegelstand zu verzeichnen.

Flut

Zurück in die Jetztzeit, bald 7 Jahre später:

Per Anruf werde ich zu meiner Hausbank gebeten, es gäbe wirklich wichtige vertragliche Dinge zu klären. Unter Androhung von tätlichen Ausschreitungen meinerseits, sollte es sich herausstellen dass mir nur irgendwelche Bausparverträge oder Versicherungen aufgeschwatzt werden sollen, sage ich schliesslich zu. Eine nette junge Frau empfängt mich, und will mir als erstes irgendwelche Bausparverträge und Versicherungen aufschwatzen. Ich versuche mich zu beherschen, kürze das Ganze mit dann doch recht freundlichen Worten ab, und frage nach was es denn für Vertragsfragen zu klären gäbe. Die Antwort haute mich fast vom Stuhl: “Ja, bei dem Hochwasser 2002 sind leider ihre Unterlagen mit weggeschwemmt worden, und die müssen wir jetzt erneuern.”

Hätte doch nochmal so fünf, sechs Jahre Zeit gehabt. Warum diese Hast immer….

Geschrieben von mortek

am 27. Januar 2009

1 Kommentar

Veröffentlicht in Das Tagebuch,Heimatkunde

Ein Kommentar zu “Gut Ding will Weile haben”

  1. geld unters kopfkissen!
    sehr witzige aktion der bank. du hast hoffentlich auf deine 10teur-anlagen verwiesen?

Kommentar hinterlassen