Archiv für August, 2008
In Gottes Namen, wtf?
Bizarr genug, auf einer netten Party den Anwesenden glaubhaft kundzutun, dass Mann gedenkt ein Priesterseminar zu besuchen, um sich hernach der katholischen Seelsorge hauptberuflich zu widmen. Aber eingedenk der Tatsache dass neben dem angehenden Pfaffen seine derzeitige Lebensabschnittsgefährtin sass, potenzierte sich meine Verwunderung dann doch noch mal enorm.
(Die Arme hat an den Plänen ihres Kerles ganz schön zu knappern, konnte man im Laufe des Abends den Eindruck gewinnen (Wein lockert die Zunge). Naja, Christen….)
Beck-stage im Hanno
Erzähler: Ey, heute war der Beck im Hanno.
Person A: Höö, weris Beck?
Person B: Na der mit dem Lied hier, “I’m a loser, baby…”. Du weest schon.
Kategorie: Unvergessene Dialoge im Supermarkt. Im selben Supermarkt im übrigen, wo man bisweilen auch den Führer an der Kasse sieht. Aber das hatten wir ja schon.
Und nein, nicht von Beck Hansen ist hier die Rede gewesen, sondern von Kurt Beck. Ja, genau. Der Dicke da, seines Zeichens Parteivorsitzender eben der Partei im Landkreis, welche weniger Stimmen als wie die NPD bekommen hat. Also SPD, is klar, nä?
Na jedenfalls, der war heute im Hanno gewesen. War voll die Inszenierung, die dreiviertel Stunde wo über Rechtsextremismus pleniert wurde hätte man sich sparen können. Aber schöne Bilder für die Onkelz und Tanten von der Presse gab es noch, Beck bürgernah mit Jugendlichen am Tischfußballtisch, sowie im “Gespräch” vertieft mit Vertretern und Vertreterinnen von lokalistischen Initiativen wider der Dummheit. Aber mehr als sinnfreies rumgeblubber und grinsen in die Kamera hat da glaube ich auch niemand erwartet.
Am coolsten waren noch die Vertreter des Sicherheitsdienstes drauf. Diese entdeckten im offenen Jugendtreff Teile ihrer verlorenen Jugend wieder, und tobten sich beim Tischfußball und an der Tischtennisplatte aus. Die Bewacher waren mir damit wesentlich sympathischer als die Bewachten.
Insgesamt halt ein riesen Trubel, mit etlichen Kamerateams und nen Haufen Lichbildnern mit ihren dicken Blitzgeräten. Und Jugendlichen, die einerseits überfordert waren, aber zum Teil auch verdammt abgeklärt mit der Situation umgegangen sind. Interessant zu beobachten, interessanter allemal als das was von den hohen Herren besprochen wurde.
Gesetzgeber
“Dichter müsste man sein”
Nicht allein der Reime wegen, nein, alleine derer nicht.
Nur in Pirna…
… kannst du im Supermarkt an der Kasse stehen, und der Typ vor dir trägt den Führer auf seiner Wade spazieren. Vermutlich hat der Knaller sich das selbst gehackt, so schlecht wie das aussah (muahahahar, Spekulationen darüber wen ich da sah bitte via ePost an mich).
Ein Hoch auf die Quote….
Das Drehbuch sah für heute neben einem sehr netten hineinschliddern in den Feierabend mit sportlicher Betätigung und anschliessendem Gedankenaustausch bei einem Aufgussgetränk mit Nanaminze, eine interessante und live vorgetragene Instrumentalversion (Klavier) eines Nirvanastückes vor. Scheinbar ganz spontan und ungeplant, direkt vor dem Café Bohemia. Aber ich bin ja nun im Bilde, und das jetzt nicht auf die 42 Kameras in meinem Zimmer hier bezogen. Also mir kann nun niemand mehr etwas vormachen, ich habe euch alle durchschaut. Auch wenn es ein Teil des Planes ist, ich weiß nun Bescheid und die subtile Angst weicht….
Eine beachtliche Erfahrung, in Furcht leben zu müssen, nicht wahr? So ist es, wenn man ein Sklave ist…

