Archiv für August, 2007
Paranoia in der Scheune zu Dresden
Unerwähnt lassen will ich in keinem Falle, dass ich kürzlich das ausgesprochene Privileg hatte, Paranoia live zu erleben. Gut 20 Jahre nach ihrem Bestehen gab es die Dresdner Punkband anlässlich der Ausstellungseröffnung von “too much future” in der Scheune zu erleben. Eine im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Reunion, die es unter keinen Umständen zu verpassen galt.

Und was soll ich sagen: es war einfach nur geil! Die Bude war restlos ausverkauft, ich selber hatte das große Glück die vorletzte reguläre Karte an der Abendkasse zu ergattern. Leute mit weniger Glück versuchten sich in halsbrecherischen Aktionen durch geöffnete Fenster in der ersten Etage hereinzuschmuggeln, teilweise sogar mit Erfolg. Eingestimmt durch ein gutes DJ-Team ging es dann auch nach nur knappe einer Stunde Verspätung mit “Good by Annaki” los. Dem folgten im Verlaufe des Abends die meisten Hits von damals, um mit “Kidpunx verpisst euch”, “Nachts in den Straßen”, “Paranoia” und “Coschützer” nur mal ein paar zu nennen. “Hawaii” blieb man der fröhlich mitsingenden Meute allerdings schuldig, was jedoch nicht so schlimm war da es von einigen Zuschauern letztendlich selbst angestimmt wurde.
Eine großartige Show wurde dem Liebhaber des DDR-Punk geboten, und als kleine Überraschung enterte zum Ende des Konzertes noch ein Gastmusiker allererster Kajüte die Bühne: Bernd S., seines Zeichens Sänger von Wutanfall und L’Attentat. Auch von ihm wurden ein paar alte Klassiker wieder zum Leben erweckt, und trotz des fortgeschrittenen Alters der Akteure tobte der Saal. “Leipzig in Trümmern”, und meine Stimme war endgültig hinüber.
Irgendwann nach der fünften Zugabe oder so war dann auch Schluss, und ich taumelte mit einem fetten Grinsen nach Hause zur nächsten Party. Aber das ist dann schon wieder eine andere Geschichte….
Zu erwähnen bleibt noch dass man besagte Ausstellung vom 17.08 bis zum 14.10.07 im Stadtmuseum zu Dresden besuchen kann, und dass Paranoia eine Zusammenstellung alter Hits neu aufgemischt hat, und nunmehr als LP unters Volk bringt.
Danke an Fleck, Olaf, Oliver, Jörg und olle Bernde für diesen geilen Abend :-]
Force Attack 2007 – das Video
Das Geheime Deutschland
Morphinisten und Melancholiker, deren Lebenswille nicht übermäßig stark entwickelt war; suizidgefährdete Bohemiens, die sich auszuzeichnen glaubten, indem sie die Welt mit Verachtung straften; Traumtänzer, die sich beim geringsten Widerstand ins Luftreich ihrer Phantasien zurückzogen.
Biograf Thomas Karlauf über den Kreis um Dichter Stefan George. Diesem gehörte auch ein gewisser Claus Schenk Graf von Stauffenberg an. Eine Tatsache, die bei der Betrachtung des Lebens des antifaschistischen Widerstandskämpfers (naja) gern mal zu kurz kommt. Einen guten Einblick in die Denkwelt des Hitler-Attentäters gibt es in diesem Artikel von Rüdiger Sünner: “Geheimes Deutschland – Die geistigen Wurzeln des Hitler-Attentäters Claus von Stauffenberg”. Ja doch, ein durchaus empfehlenswerter Text liebe Leute.
Fluchtplan
Wussten Sie, dass in Deutschland die Flucht aus dem Gefängnis an sich (!) nicht strafbar ist? Das steht so im Strafgesetzbuch, Paragraph 258, Absatz 5:
(5) Wegen Strafvereitelung wird nicht bestraft, wer durch die Tat zugleich ganz oder zum Teil vereiteln will, daß er selbst bestraft oder einer Maßnahme unterworfen wird oder daß eine gegen ihn verhängte Strafe oder Maßnahme vollstreckt wird.
Once upon a time in the woods
The Russian Doctors
Vor einer Woche sah man ihn noch beim Force Attack, und dieses Wochenende schon bei der Pirnaer Hofnacht (was nicht unbedingt eine qualitative Steigerung darstellen muss). Die Rede ist von Holger „Makarios“ Oley, Sänger von Die Art und von den Russian Doctors. Letztere haben in einem kleinen Hof (na klar, war ja auch die Hofnacht) zum Tanze aufgespielt, und wussten ebenso die Die Art zu überzeugen. Thematisch ging es vor allem ums saufen um den gepflegten Alkoholkonsum, und um Tiere. Hätte also auch gut aufs Punkerfestival gepasst…..
Eine kleine Kostprobe sei meiner werten Leserschaft in Form eines Videos dargebracht:
Und wieder war es ein B
Diesmal wurde Bayer Leverkusen von St. Pauli aus dem DFB-Pokal geschmissen. Feine Sache das!
Ein ausgeglichenes Pokalmatch, mit einem in der zweiten Hälfte leicht druckvollerem Gast, der hinten öffnen mußte. St. Pauli sehr gut stehend, sehr clever spielend und mit dem durchaus verdienten 1:0 durch Schnitzler. So kann es weitergehen………YNWY…..
Das meint die Basis St. Pauli dazu, dort gibt es auch das ganze Spielgeschehen in Tickerform.
