Archiv für April, 2007
Pirna – Neu York
Ein dreifaches Hoch auf das Weltnetz und seine tollen Dienste und Angebote. So kann man sich eine Route (etwa von Pirna nach Neu York) bequemst zum Beispiel mit guugel maps erstellen lassen. Das kommt dabei raus, aber der Punkt 41 auf der linken Seite lässt mich ins grübeln kommen. Wo ich doch so ein schlechter Schwimmer bin….
Pirna von oben
… we do
Mindestens drei Tage kann man sich nun an dem Umstand erfreuen, dass der 1. FC St. Pauli auf dem ersten Platz der Regionalliga Nord gelandet ist. Jaaaahahaha, richtig gelesen. Pauli steht ganz oben in der Tabelle.
Hiermit für alle Zeiten festgehalten und als Beweis:

Zahlenchaos
Da soll noch mal einer sagen, wir Studenten werden nicht auf den Ernst des Lebens vorbereitet. Zwei geschlagene Stunden verbrachte ich heute in den atmosphärischen Gängen des „Zentralen Prüfungsamtes der Philosophischen Fakultät“, sitzend, stehend und darüber sinnierend warum mein Studiengang, welcher wohlgemerkt der Fakultät für Geschichte-, Kunst- und Orientwissenschaften angegliedert ist, hier bearbeitet wird. Nicht, dass das von Bedeutung wäre, es wäre auch wirklich zuviel verlangt, die universitäre Verwaltung transparenter zu machen. Was für ein Spaß würde uns entgehen, auf der Suche nach unseren Scheinen und der Jagd nach Dokumenten für diverse Prüfungsanmeldungen nicht mehr von einem Sekretariat ins andere und von einem Amt zum anderen rennen zu müssen. Am Ende müssten wir wirklich noch unsere Seminare besuchen.
Eine Neuerung des Prüfungsamtes hinsichtlich der Aufrufmethode bringt seit kurzem noch mehr Freude und Pep in das sonst so gemütliche und wenig aufregende Leben der Studenten. Es gibt nun eine Maschine an der man, vorausgesetzt man erwischt den richtigen der acht Knöpfe, was angesichts der Beschriftung nicht so schwer sein sollte (ich betone SOLLTE), sich eine Nummer ziehen muss. Anfangs rief dieses System große Freude in mir hervor, die jäh gedämpft wurde durch die Erkenntnis, dass das Nummernziehen wenig Sinn hat, wenn es keine Anzeigetafeln für die Nummern gibt, die Studis des Öfteren mal Nummern für die falschen Zimmer ziehen (die dann achtlos weggeworfen werden) und man nie denjenigen findet, der vor einem dran sein soll. Dann tut man letztendlich dass, was man an den anderen rücksichtslosen Studenten immer gehasst hat: man gesellt sich zu den mindestens 20 Leuten, die dicht gedrängt auf dem engen Gang vor der Tür des Bearbeiters warten, der dann wiederum alle zehn Minuten versucht, die Menge ins Wartezimmer zu scheuchen (der Brandschutzordnung und des Chefs wegen). Hin und wieder taucht ein wütender, weil im richtigen Zimmer Wartender auf und macht seinem Ärger über das totale Chaos Luft. (Warum es eigentlich noch keinen Amoklauf in einem Prüfungsamt gegeben hat, ist mir schleierhaft. Andeutungen habe ich heute jedenfalls zu genüge gehört.)
Ich will sagen: nach fünf Jahren Studium bin ich nun bestens auf die Arbeitsagentur vorbereitet! (Wahrscheinlich werden sich dann aber die Gesprächsthemen der Mitwartenden nicht mehr um ethnologische Feldforschungen oder das langweilige Empirieseminar drehen – schade eigentlich.)
Zur Frage des Tages küre ich: „Welche Nummer ist denn grad drin?“
Osterdienstag
Osterdienstag, der Dienstag in dem Osterfeste, der dritte Osterfeyertag, der aber in sehr vielen Ländern nicht mehr gefeyert wird, weil die zu häufigen Festtage, statt daß sie das Volk frommer und gesitteter machen sollten, dasselbe nur verleiteten, sich der Faulheit und den Ausschweifungen zu ergeben.


