Mono Für Alle – 11. September


Geschrieben von mortek

am 7. November 2006

27 Kommentare zu “Mono Für Alle – 11. September”

  1. schosch sagt:

    interessant muss ich erstma drüber nachdenken

  2. mortek sagt:

    lass uns an dem ergebniss deines denkprozesses teilhaben :-]

  3. sisim sagt:

    Ich finde er hat voll recht, so hab ich das noch nicht betrachtet, aber es stimmt ;)

  4. raspunicum sagt:

    manche argumente die er bringt sind ja sehr gut. anderes sollte man schon kritisch betrachten.
    die melodei is wunderschön.

  5. texas-georg sagt:

    nunja…, kopfschüttel. mono-sichtweise-für alle. zu sehr schwarz weiß.

  6. MUSS sagt:

    Vielleicht mal einfach anfangen den Double – Think standard der gutmenschen und humanschmarotzer abstellen. Mono für alle eben. ;)

  7. zaphod sagt:

    Ja ne ist klar:
    1. Wer andere Umbringt darf selbst umgebracht werden.
    2. Alle Bürger eines Staates sind pauschal mitverantwortlich für alles, was im Namen ihrer Regierung geschieht.

    Oha, so erzkonservative Denkweisen findet man selten.

  8. mortek sagt:

    zu 1.: ja
    zu 2.: sagt wer?

  9. zaphod sagt:

    Wenn der Mord an 3000 Zivilisten damit gerechtfertigt wird, dass ihre Regierung Kriege führt und dort auch menschen tötet, dann ist das schon eine Aussage dieses Stücks.

    Dreht man die Argumentation einmal um ließe sich damit überigends wunderbar von amerikanischer Seite der Irakkrieg rechtfertigen, auch ohne Massenvernichtungswaffen und Demokratisierung!

  10. mortek sagt:

    also ich höre in dem song keine rechtfertigung für die anschläge in nyc am 11. september heraus. kannst du mir die textzeile nennen, woraus du das ableitest?

    maximal erkenne ich eine relativierung. denn warum werden die 3.000 getöteten us-amerikanischen zivilisten mit solch einer aufmerksamkeit bedacht, dass man noch (wie wir grade) jahre später über sie redet, während TAGTÄGLICH DAS ZEHNFACHE AN KINDERN an hunger, dreckigem wasser, aids oder sonstwas vermeidbarem verreckt???? das jetzt nur mal so als beispiel.

    ich glaube darauf will mono hinaus. die einen denken “ach, die armen amerikaner” weil sie das von den massenmedien so eingeimpft bekommen, die anderen aus einer diffusen polit. verbundenheit den amis gegenüber heraus. beides schwachsinn. wenn man sich mal davon löst und sich obiges beispiel mit den kindern vor das auge führt, bleibt unterm strich halt nur die persönliche betrachtung des “11. septembers”. täglich passiert größere scheisse in der welt, was sind da schon 3.000 menschen….

    auch bei mir schien damals die sonne, und ich las grad ein gutes buch….

  11. jark sagt:

    mhm, geiles video ;-) die musik ist etwas merkwürdig, soll das punk sein?

  12. zaphod sagt:

    Naja im Kontext der anderen Lieder traue ich denen schon zu, die Anschläge rechtfertigen zu wollen. Und dem “ich bin nicht irgendwie extrem” stehen Lieder wie “Hallo Verfassungsschutz” entgegen.

    Und selbst wenn wirklich nur die persönliche Sicht dargestellt wird: Dass anderswo auf der Welt auch Menschen sterben, das aber weniger Beachtung findet, ist wahr. Aber damit zu rechtfertigen, Todeszahlen aufzuwiegen und zu relativieren, ist sicher der falsche Weg. Man sollte sich auch das Leiden anderswo bewusst machen, statt kompeltt wegzusehen.

  13. :-| sagt:

    @zaphod: Ich stelle mal die Gegenfrage: Wie kommt es, daß einige Leute in dem Text eine Rechtfertigung der Anschläge sehen? Diese Frage ist für mich deswegen besonders interessant, weil ich den Text weder mißverständlich, doppeldeutig, oder beabsichtigt rechtfertigend finde. Die Botschaft ist eindeutig: Der 11.9. war ein Tag wie jeder andere an dem tausende Menschen sterben und die Aufregung des Texters richtet sich offensichtlich gegen die Repressionen und die mediale Gehirnwäsche, von denen er sich nach dem 11.9. betroffen fühlt. Natürlich könnte man einwenden, daß kein Wort des Bedauerns zum Tod der 3000 Menschen fällt, die Antwort auf diesen Einwand ist allerdings in dem Song enthalten: Weil es dann jeden Tag etwas zum Bedauern gäbe. Vielmehr wird eben genau dieser Einwand angeprangert als Ausdruck einer verbreiteten Doppelmoral: Tote Menschen interessieren sonst niemanden, warum denn gerade jetzt?
    Ich stelle zunächst fest, daß sich die Menschen in den Ländern der westlichen Welt nahezu kollektiv in der Rolle des Betroffenen, des Angegriffenen sehen. Einer solchen Perspektive liegt nahe, daß es gegenüber dem Angegriffenen auch einen Angreifer geben muß, quasi einen kollektiven Feind. Dieser Feind ist jedoch tatsächlich gar nicht vorhanden: Jede seriöse Statistik widerlegt eine Zunahme terroristischer Aktivitäten in den letzen 20 Jahren. Statt einem realen Feind ist vielmehr die Konstruktion eines virtuellen Feindes zu beobachten.
    Feindbildkonstruktionen dienen insbesondere in Zeiten der Krise (Wirtschaft) und des gesellschaftlichen Wandels (Machtverlust) dazu, entweder von Problemen abzulenken oder eine Gruppe von Menschen (Staat, Volk, Ethnie etc.) gegen eine andere Gruppe aufzuhetzen mit der extremsten Folge: Krieg. Feindbilder spielten sowohl im 1. als auch im 2. Weltkrieg (insbesondere bei der Vernichtung der Juden) eine entscheidende Rolle. Ein wesentliches Merkmal des Feindbildes ist, daß es identitätsstiftend wirkt. Daher wird alles, was das Feindbild in Frage stellt, als Gefahr für die eigene Identität wahrgenommen. Die Folge: Feindbilder werden individuell verteidigt. Dies erklärt, warum ein Buch, ein Theaterstück, ein Film oder ein Song, in dem die Anschläge vom 11.9. kritisch behandelt werden, von vielen Menschen grundsätzlich abgewehrt werden. Dabei ist eine Möglichkeit der Abwehr die „Neutralisation“: Der Inhalt wird als unwissenschaftlich, belanglos, unsinnig etc. betrachtet. Eine andere Möglichkeit ist die „Aggression“: Der Inhalt wird als Parteinahme für den Feind gewertet. In beiden Verfahren kommt es zur Verklärung des Inhaltes zu Gunsten der gewünschten Interpretation (Stereotypbildung). So kommt es dann, daß eine Rechtfertigung der Anschläge, Sympathie für den Terror, Antiamerikanismus etc. herbeiphantasiert werden.

    Damit sollte die Ausgangsfrage beantwortet sein :-|

  14. zaphod sagt:

    Der Einzelne interessiert sich vor allem für das, was ihn selbst betrifft. Das Nordamerika als Teil des Westens derart verwundbar ist, sorgt daher hierzulande für mehr Aufsehen als Konflikte in anderen Teilen der Welt, nicht zuletzt weil die USA Symbolfunktion innehaben. Und auch, weil die Anschläge nicht gegen ein konkretes Land, sondern eine Lebensweise geführt wurden.

    Das Phänomen der gefühlten Gefährdung trotz rückläufiger Verbrechenszahlen ist bekannt und richtig. Die Ursache ist dabei die Medienlandschaft, in DE vor allem die Zeitung mit den großen Buchstaben. Die Tagesschau, auf die ja im Lied als “Propagandaschau”eingegangen wird, ist damit jedoch nicht vergleichbar: Im Gegensatz zu privaten Sendern und Printmedien muss sie nicht eine bestimmte Auflage / Quote erreichen um sich selbst zu finanzieren. Ihr öffentlicher Auftrag wird durch eine verpflichtende Gebührenzahlung sichergestellt. Da ich auch bis jetzt nichts gehört habe, was die Seriösität der Sendung in Frage stellt, wirkte diese Stelle für mich wie linkes Phasendreschen auf Stammtischniveau.
    Und es wird sehr wohl seitens der Medien auch über den Tellerrand geblickt. Als in diesen Zusammenhang passendes Beispiel fällt mir da das ein, was der SZ vor ein paar Monaten beilag. Titel: In Darfur ist seit zwei Jahren jeder Tag ein 11. September. Nur: Wen interessiert das?

    Das Problem ist dabei hierzulande jedenfalls nicht die mediale Vereinnahmung, die zur Überbewertung des 11. Septembers führten. Vielmehr interessiert sich der Einzelne in erster Linie für sich selbst. Sieht er die eigene Sicherheit nicht gefährdet, schwindet das Interesse.
    Was die Feindbilder angeht, ihre “individuelle Verteidigung” von der Du richtig sprichst, wäre es da nicht vorstellbar, dass auch das Feindbild der linken Szene, die USA, als Teil des eigenen Weltbildes um jeden Preis verteidigt werden muss? Soweit, dass selbst der Tod 3000 unschuldiger Zivilisten vll nicht gerechtfertigt, aber doch gleichgültig zur Kenntnis genommen wird.

  15. :-| sagt:

    Hallo Zaphod, ein besonderes Merkmal des Feindbildes ist die Zuschreibung von Vorurteilen und Unwahrheiten. “Das Feindbild der Linken Szene, die USA” wie Du es nennst, müsste also ein mit Vorurteilen belegtes Bild der USA sein, mit dem Ziel einer Feind-Stigmatisierung. Natürlich gibt es in dieser sehr heterogenen und m.U. diffusen Szene vereinzelt (!) Leute die mit Fuck Bush-TShirts, Palästina-Israel-usw Fahnen herumlaufen und damit entweder Feindbildkonstrukten verfallen sind oder sich in einem wie auch immer gearteten Identitätsfindungsprozess befinden. Insgesamt sehe ich allerdings in der Linken eher eine differenzierte Kritik an der US-Politik (neben vieler anderer Kritik und auch untergeordnet), die auf tatsächlichen Ereignissen gründet, wo also von Feindbildkonstruktionen keine Rede sein kann.
    Ich bin der Auffassung, wie bereits oben angedeutet, daß eine wirklich gefährliche Feindbildkonstruktion seit Jahren gezielt und bewußt von Medien und Politik betrieben wird, sowohl in der westlichen als auch in der islamischen Welt. (Die Nennung der Tagesschau finde ich in diesem Zusammenhang eher witzig, BILD wäre platt und abgedroschen) Auch wenn es hin und wieder kritische Medienberichterstattung gibt, so ist doch eine deutliche Veränderung in der im Vergleich zu den 70er/80er Jahren zu beobachten, die ich für bedenklich halte, insbesondere wenn eine Feindbildkonstruktion in den Köpfen der Menschen derart verankert ist, daß inzwischen Kriege geführt werden, die vor wenigen Jahren undenkbar waren, weil es massiven Widerstand in der Bevölkerung gegeben hätte. Und wenn von einem “Feindbild der Linken Szene” die Rede ist oder kritische Texte wie der obige in ein Gut/Böse-Schema gepresst werden, sehe ich das in einem eben solchen Zusammenhang.

  16. hedor sagt:

    krasses lied, gibts von der gruppe noch mehr im www ?

  17. hedor sagt:

    hat sich erledigtm schon gefunden :-)

  18. alex sagt:

    zu der diskussion gabs gestern ne interessante reportage auf arte über die musicscene in usa, die sich nach dem 11.sept an dem thema gespalten hat. während paul mc cartney, bon jovi, bruce bringsteen, sogar selbst neil young (schade schade) uva. bushs antiterrorwahn u. den neokonservativen nationalismus mit ihrer musik unterstützen, verzichteten leute wie kris kristofferson, jonny cash, crosby, stils nash u.a. auf die teilnahme am war against terror and god bless america bzw. kritisierten das sogar. daraufhin passierte in den usa gleiches wie hier in dschland, nach dem motto wer nicht für uns ist ist gegen uns. den musikern wurde antiamericanism oder sympathy für den terror vorgeworfen… intersant war auch zu sehen das heutzutage in den usa wieder massenhaft leute mit usa fahne am auto rumfahen, genau wie bei uns, vor dem 11.9. soll das nicht so gewesen sein. thats it. abendland goes right – aufklärung good bye.

  19. alex sagt:

    ps.: selbst madonna hatte einen song mit video, kritisch zum thema, am start. weil die plattenfrima jedoch einen imageverlust bei den neokonsis und damit finanzielle einbußen befürchtete, wurde der song gecancelt.

  20. zaphod sagt:

    Das in der Linken Szene Kritik an der Außenpolitik der USA geübt wird, ist richtig. Auch habe ich nicht behauptet, diese Kritik sei unberechtigt oder nur auf Ressentiments gegründet. Das Lied kritisiert aber auch garkeine Aspekte amerikanischer Politik, es wird schlicht die Meinung kund getan, die Terroranschläge seien ihnen persönlich scheiß egal gewesen denn a) Bringen amerikanische Bomben tausenden den Tod und b) Passieren jeden Tag schlimme Dinge, die die meisten Menschen nicht interessieren. Und schließlich werden wir noch c) von der “Propagandaschau” ins Irre geführt. Du meinst BILD wäre mitlerweile zu abgedroschen? Dann will der Text wohl unterhalten. Das ist ja nicht schlimm, nur sollte man das anmerken um Mißverständnisse zu vermeiden.

  21. schlan sagt:

    hat jmd. das lied zu hause?!

  22. Jacky sagt:

    Servus mortek,

    mono gibt keine Rechtfertigung für die Anschläge, sie kritisieren nur, wie mit diesem Thema in der Gesellschaft und in den Medien umgegangen wird. Die Einschränkung der privaten Freiheit und die totale Kontrolle der Polizei – die seit 911 extrem zugenommen hat- gehören auch dazu. Ich finde gut das dieses Thema so vorgeführt wird und das sich mehr Menschen trauen ihre Meinung frei zu äußern ohne – und das kritisiert auch mono – das man gleich antiamerikanisch ist oder gar ein terrorist…

    Jacky

  23. osama sagt:

    Warum wurde dann nicht gleich der schuldige George W. mit gejagt?

  24. Tschankie sagt:

    Zu 1.
    Niemand hat das Recht einen anderen Menschen zu töten, unter keinen Umständen! Ich glaube nicht mal das ein Mensch das Recht hat einen anderen zu regieren. Vertseht das nicht falsch, ich habe mir lange über die Todesstrafe und über den Tod als solches gedanken gemacht. Da meine eigenen Gedanken aber immer wieder auf Informationslücken gestoßen sind habe ich zusätzlich mit vielen Menschen darüber gesprochen. Das waren Obdachlose, Schüler, Lehrer, Bauarbeiter, Polizisten und Professoren. Wenn ihr das auch tut wird euch klar werden das todesstrafen genau so ein menschlicher und politischer Kindergarten ist wie gestzliche Verbote. Man tut damit nichts andere als ein problem ausser Sichtweite zu schieben bzw. kurzfristig zu lösen, langfristig aber völlig im dunkeln tappt.

    zu 2.

    Die taten der Bundes Regierung geschehen nicht in meinem Namen und sind nicht teil meiner Verantwortung. Ich kenne persönlich Menschen die in den USA wohnen und leben die, die Politik ihres Landes nicht unterstützen und sogar als Opposition agieren. Ich bin davon das Jeder Mensch die Verantwortung seiner eigenen Taten und deren konsequenz zu tragen hat, aber eine pauschale verantwortung lediglich eine vereinfachung verstrickter Fakten und Tatsachen ist, die im Zeitalter der Kommunikation den Menschen nicht mehr gerecht wird.

    Mono für alle ! find ich geil^^

  25. r1 sagt:

    ich finde das lied auf einer seite gut aber man hätte es anderst auch sagen könne ^^

  26. eddy sagt:

    ja hätte man, aber vielleicht ist es um eine Disukssion auszulösen so doch am besten ausgedrückt. zumindest ist das Lied schainbar ziemlich erfolgreich.

  27. PealsFera sagt:

    Hello!
    Nice site ;)
    Bye

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