Kampagne für libertäre Zentren im Elbsandsteingebirge

Da denktste du kennst jeden halbwegs nach links abgelassenen Pups in der Region, und dann stolpert man über die Schwarz-Roten Bergsteiger*innen. Eine Zusammenschluss von „Wandergruppen und Kletterseilschaften von libertär denkenden Freund_innen“. Was es alles so gibt. Hab ich noch nie von gehört. Entweder schlechte PR-Abteilung dort, oder ich bin zu selten am Wandern.

Diese Gruppierung will nun ganz große Sachen bewegen. Es geht darum, libertäre Zentren im Elbsandsteingebirge zu erschaffen. „Zentren“, richtig gelesen. Mehrzahl. Sportlich! Aber wer die ganze Welt zum Besseren umkrempeln will, hält sich nicht mit Kleckerkram auf. Find ich super. Darum verlinke ich auch mit Freude zur „Kampagne für libertäre Zentren im Elbsandsteingebirge„.

Kampagne für libertäre Zentren im Elbsandsteingebirge

Loki G – Ein Kater hat’s nicht leicht

Pt 3 – Eine neue Mitbewohnerin

Loki und Minni

„Die Zeit war schnell vorbei. So kommt es mir zumindest im Nachhinein vor. Alleine mit meinen Menschen war schön gewesen, denn ich war der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Nach ungefähr einem Jahr allerdings, sollte unsere gemütliche Fünfsamkeit (ich bin so nett und zähle die Hoppler mit) zu Ende sein. Mama und der Dosenöffner brachten in einer Box eine Neue an. Eigentlich hab ich mich zu Beginn ganz ehrlich gefreut. Endlich jemand, mit dem ich mich verständigen kann und der auch direkt versteht, was ich meine. Jemand zum spielen und toben, putzen und gemeinsam Schläfchen machen. So hatte ich mir das damals vorgestellt.“

Loki öffnete seine Augen halb, dass sie aussahen wie kleine funkelnde Schlitze. Sein Blick fiel direkt auf Minni und er schnaubte leise. Er entschied, dass sie wohl jetzt keine Lust hatte zu toben und vergrub sein Köpfchen wieder zwischen den Tatzen. Seine Ohren zuckten leicht, als sie kurz gähnte und sich dann noch weiter zusammenrollte. Sie sah aus wie eine kleine schwarze Fellkugel, die sich auf der dunklen Stoffoberfläche der Couch tarnte und kaum auszumachen war.

„Nachdem sie sich umgeschaut hatte, durfte ich sie begrüßen. Ich kann mir vorstellen, dass ein herzlicher Empfang etwas anderes ist. Sie war ziemlich hochnäsig und nicht sehr freundlich. Sie wollte nicht mit mir spielen und entzog sich schnell meinen Versuchen sie zärtlich zu stupsen oder zu putzen. Stattdessen tat sie alles um sich bei meinen Menschen beliebt zu machen. Sie hat eine sehr ausgeprägte Vorliebe dafür, sich auf den Schoß der Menschen zu quetschen, egal wie winzig der Platz darauf sein mag. Für mich ist das nichts. Ich lege mich lieber so vollständig wie nur möglich auf meine Mama. Ist auch viel gemütlicher. Sie war sehr zurückhaltend, zumindest wenn Mama oder der Dosenöffner in der Nähe waren. Sie lachte mich aus, wenn ich wieder mal Ärger bekam und wusste immer wie sie dem Ärger entging. Nein, ich kann sagen, dass wir uns nicht leiden konnten und das obwohl ich mir einen Spielgefährten gewünscht habe.“

Minni hatte ihre „5 Minuten“ und begann maunzend durch die Wohnung zu rasen. Erfreut stand Loki ebenfalls auf und jagte sie vom Wohnzimmer über die Couch, ins Schlafzimmer über das Bett und wieder zurück. Erschöpft flüchtete Minni sich auf das Fensterbrett und fauchte Loki kurz an. Sie hatte genug. Loki miaute kurz. Er wusste mit Minni war nun nichts mehr los. Also trottete er in den Flur und nahm seine Lieblingsschnur in den Mund. Raunzend lief er zu seiner Mama und legte sie ihr vor die Füße. Sollte sie nun mit ihm weiter spielen.

„Eines Abends erzählte mir Minni was sie durchgemacht hatte, bevor sie zu uns kam. Sie kam von einem Ort, indem sehr viele Katzen wie sie zusammen lebten. „Wie sie“ bedeutete, dass sie von ihrem ehemaligen zu Hause dort hin gelangt waren oder abgegeben worden sind. Sie berichtete, dass sie in diesem Katzenhaus eine Weile zugebracht hatte, bevor sie zu Menschen gelangte, die ähnlich wie Mama gerochen hatte. Doch dort war sie nicht lange und kam zu einem Mensch, der ebenfalls ähnlich wie Mama roch und auch ab und an zu Besuch bei ihren Adoptiveltern war. Und von diesem Mensch wiederum wurde sie dann schließlich von meinen Menschen abgeholt und zu uns nach Hause gebracht. Ich konnte mir nicht richtig vorstellen wie das für sie war. So lange ich mich zurückerinnern kann, waren da immer Mama und der Dosenöffner in unserem zu Hause. Dann verstand ich. Sie war misstrauisch und unsicher. Sie dachte, wenn sie nur lieb und süß genug für die Menschen war, würden sie sie nicht erneut weggeben.“

Lokis Aufmerksamkeit schwand und er verfiel in eine miauende Kakophonie. Abendbrotzeit!

Fnord-Jahresrückblick 2015

Mein persönliches Highlight beim alljährlichen Chaos Communication Congress: der Fnord-Jahresrückblick. Frank und Fefe schauen zurück und rezipieren das Jahr 2015 aus Sicht der Nerds und Geeks. Ich vermute mal dass der Humor der beiden nicht unbedingt Massentauglichkeit ist. Aber ich fühle mich immer wieder aufs neue gut unterhalten.

oder runterladen beim CCC.

Loki G – Ein Kater hat’s nicht leicht

Pt2 – Nicht jeder Anfang ist perfekt

„Mein Territorium Plüschhabe ich damals sehr schnell in Beschlag genommen. Übrigens wusste ich dann auch, wonach es zu Beginn in der Box gerochen hatte. Es sind keine richtigen Katzen, wie ich. Benehmen sich aber ähnlich. Sie laufen sehr viel und springen, wenn sie spielen und sich freuen. Zu Beginn fand ich: Gruselige Kerlchen! Sie kamen mir riesig vor und kannten keinerlei Angst vor mir. Als ob sie das Sagen im Haus hätten. Unverschämtheit, wenn ich jetzt so darüber nachdenke.“

Loki beschloss einen Kontrollgang zum Hasenkäfig zu machen und trottete gemächlich vom Wohnzimmer ins Spielzimmer. Unterwegs entdeckte er Flusen, die seine Aufmerksamkeit auf sich zogen. Er schnüffelte, ob sie essbar wären, tätzelte sie dann aber enttäuscht weg. Er setzte sich, schaute die Wand hinauf und überlegte wo er hin wollte.

„Am Nachmittag herrschte dann auf einmal Aufregung. Die Luft im Zimmer war regelrecht elektrisiert, als Mama mir das Fell streichelte – nicht so sanft wie vorher. Sie rief nach dem Dosenöffner und lief wie verrückt hin und her. Fand ich erst sehr lustig. Sie brabbelte dabei unverständliches Zeug, wie alle Menschen. Kann doch kein Kater verstehen, was die reden. Auf jeden Fall betraf es mich – natürlich. Aus unerfindlichen Gründen musste ich erneut in die Box, die mich damals in mein neues zu Hause gebracht hatte. Dafür hatte ich gar kein Verständnis. Es gefiel mir doch bei Mama und dem Dosenöffner. Ich wollte nicht woanders hin. Also miaute ich wieder so laut ich konnte.“

Bei dem Gedanken was dann kam graute es Loki. Er stand auf und lief ins Wohnzimmer zurück. Da saß seine Mama auf der Couch und strahlte ihm entgegen. Loki hatte das Bedürfnis sich in Sicherheit zu bringen. Also lief er mit freudig erhobenem Schwanz zu ihr, tretelte sich auf ihrem Bauch in Trance und legte sich nach einiger Zeit beruhigt hin. Genüsslich schob er seine weichen Pfötchen in ihr Gesicht und schnurrte mit geschlossenen Augen.

„Sie nannten ihn Tierarzt. Eines der Worte die man kennen muss, als Katze…. oder Hase. Erfahrungsgemäß geschieht beim Tierarzt selten etwas angenehmes. Angrabschen, zerren, spritzen, wiegen, Mäulchen auf, hin und her. Ich musste einige Untersuchungen über mich ergehen lassen. Ergebnis: Flöhe! Ziemlich unangenehme Sache. Krabbelt wie verrückt. Nur leider nicht auf die angenehme Weise. Als ob die Spritze und das Gezerre nicht schon genug gewesen wären, habe ich noch ein Band um meinen Hals bekommen. Demütigend für alle Beteiligten – fand ich. Als wir dann völlig erschöpft wieder zu Hause ankamen, ging die Gemeinheit gegen mich weiter. Als ob ich etwas dafür konnte. Ein lautes Ungetüm wurde aktiviert. Mama schien es zu führen. Sie bewegte es über den Boden, über die Couch und wo sonst noch habe ich nicht gesehen. Ich hielt es für besser zu flüchten. So etwas Lautes konnte unmöglich etwas Gutes sein. Das einzig Gute an diesem Tag des Schreckens, war dann der Abend. Es gab Futter. Ich kannte es noch nicht so gut, wie ich es jetzt kenne. Mama hat es mir anfangs immer ans Mäulchen gehalten und mir gegen die Nase gestupst. Das wiederum hatte sehr gut gerochen und noch besser geschmeckt. Jedes einzelne Lecken über meine Nase machte mich den Tag mehr und mehr vergessen. Hmmm…“

Loki raunzte, hob ruckartig seinen Kopf und schaute verschlafen zu seiner Mama auf. Er hatte ein Geräusch gehört. Blitzartig war er hellwach und schaute zum Fenster. Da hatte doch etwas gegen das Glas geschlagen. Gemächlich erhob er sich und schickte sich an, schleichend seinen gemütlichen Platz zu verlassen. Ächzend schob seine Mama ihn restlos von sich und stand auf. Unsicher blickte Loki von ihr zum Fenster und zurück. Abendbrot war eh noch nicht soweit. Gespannt stieg er also auf das Fensterbrett und starrte gebannt nach draußen.

 

Monatlicher Gastbeitrag von Alexis Gentzsch www.texten-aus-leidenschaft.de